Thema: 20 Ethik-Gebote für das autonome Fahrzeug von morgen

erstellt am: 20.06.2017 23:34

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Bericht der Ethik-Kommission
20 Ethik-Gebote für das autonome Fahrzeug von morgen


Die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eingesetzte Ethik-Kommission hat am Dienstag erstmals Regeln für den zukünftigen autonomen Straßenverkehr vorgelegt. Fahrzeuge müssen demnach so programmiert sein, dass Gefahrensituationen am besten gar nicht entstehen.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: 20 Ethik-Gebote für das autonome Fahrzeug von morgen
20.06.2017 23:43

Natürlich muss die Bedingung für die Zulassung (autonom) selbstfahrender Autos sein, dass sie den Straßenverkehr sicherer machen.

Eine Kleinigkeit, wenn es keine menschlich gesteuerten Autos mehr gäbe.

In der Übergangsphase ist das eine große Herausforderung und wird dennoch in den nächsten 20 Jahren abgehakt, dafür drängelt das Problem zu sehr.

Das wird eine Revolution, vor der sich die großen Autokonzerne fürchten müssen, einzige Gegenwehr: Sie versuchen, sich an die Spitze zu drängeln. Google, Amazon, Tesla, Mercedes, BMW und viele andere, UBER nicht zu vergessen, sind bei diesem Wettlauf längst gestartet, entsprechend wird das Entwicklungstempo forciert.

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nicht registrierter User


RE: 20 Ethik-Gebote für das autonome Fahrzeug von morgen
21.06.2017 10:21

Hallo,
das ist ja eine nette akademische Diskussion, über autonom navigierende Fahrzeuge nachzudenken. Nur wo bleibt die Realität? Wer heute ein Samenkorn in den unfruchtbaren Boden steckt und dann glaubt morgen schon dicke Baumstämme zu ernten, scheint der Kontakt mit der Realität verloren zu haben.
Die Realität ist doch heute die, dass der Individualverkehr in einem Maße gewachsen ist, dass die auf den Verkehrswegen rollenden Materiallager fast vollständig die rechten Spuren in den sich überall bildenden Hotspots belegen. Wer an einem Tag mal eine europäische Rundreise von ca. 1000km unternimmt und mal aus der Mitte Deutschlandes in die Portregion nach Holland (Rotterdam) fährt kann das fast lückenlos auf Autobahnen tun. Zu ca.85% wird er durch gesetzliche Geschwindigkeitslimits auf sinnvolle Geschwindigkeiten bei der Verkehrsdichte eingebremst. Dort wo das dann nicht der Fall ist, und die Verkehrsdichte es erlaubt werden selbst von Kleinwagen Geschwindigkeiten 180 km/h gefahren.Wer an diesen Stellen die Richtgeschwindigkeit von 130km/h einhält gilt als Verkehrshindernis, der Lastverkehr sowieso.
Während der Reise wird man zwangsläufig immer wieder in die sogenannten rush hours kommen. Das sind die Zeiten in denen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen entsteht weil die tägliche Massenwanderung vom Schlafplatz zum Arbeitsplatz oder umgekehrt der Fall ist.
Das sind bei der Rundreise auf ca. 30% der Stecke der Fall. Dort werden Geschwindigkeiten realisiert, die ein Fußgänger locker toppt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegen also etwa bei der Geschwindigkeit die der Verkehrsweg bei 100%iger Auslastung zulässt. Damit kann festgestellt werden, das eine Mobilitätsgrenze der Kultur erreicht ist. Dem zubau von Verkehrswegen um die Transportkapazität zu erhöhen sind Grenzen gesetzt.

Wenn der sich abzeichnende Mobilitätsbedarf weiter unkontrollierbar wächst, ist die Elektromobilität nicht machbar. Wie soll der bei der Erzeugung von elektrischen Antriebsenergie entstehende Wärmeabfall entsorgt werden? Wo und wie können die für die Massenelektromobilität erforderlichen Energiespeicher hergestellt werden? Wo kommen die dafür erforderlichen Materialien her?

Von daher wäre doch erst mal eine Entflechtung des Verkehrsaufkommen nach verschiedenen Bedarfkriterien erforderlich, um angepasste Lösungen anzustreben. Nur so könnte man Weltmeister in Sache Mobilität werden.

Ob das durch Politiker ob demokratisch oder diktatorischer Ausprägung gelöst werden kann wage ich zu bezweifeln. Jedenfalls nicht mit Figuren, der Auftriebskraft sie in Position hieft, so das sie wie Fettaugen auf der Gesellschaft schwimmen. Deren Vorschläge werden immer aus Opportunitätsgründen nur beschränkte Lösungsmöglichkeiten vorschlagen.

So wie heute Elektromobilität angestrebt wird, kann sie nie effektiv sein. Das ist, als würde man in einen Honigtopf Hefe und Wasser einrühren. Wenn die Hefe dann ihre Aufgabe getan hat, ist aller Zucker unter maximaler Abgabe von CO2 zu Alkohol vergoren, und alle Beteiligten erleben einen gewaltigen Rausch.

Von daher kann man nur hoffen, das der Herr Gehirn vom Himmel regnen lassen wird.

Mobilität muss neu erfunden werden. Wohl bekomms.

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nicht registrierter User


RE: 20 Ethik-Gebote für das autonome Fahrzeug von morgen
21.06.2017 12:52

Bevor die Ethikkommission von den Software Entwicklern verlangt in ein System Entscheidungen einzuprogrammieren in der Art ob im Zweifel entweder 3 Rentner oder 5 Kinder überfahren werden sollen, sollte sich mal jeder dieser Ethiker Gedanken machen was er in einem solchen moralischen Konflikt machen würde wenn er am Steuer säße ohne Softwareunterstützung. Dieses Ergebnis sollen sie dann den Softwareentwicklern zur Programmierung übergeben. Am Ergebnis dieser moralischen Überlegungen ware ich sehr interessiert.

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Olaf Barheine





dabei seit: 05.12.2011

Beiträge: 692

RE: 20 Ethik-Gebote für das autonome Fahrzeug von morgen
21.06.2017 13:57

Anstatt dieser 20 Ethikgebote hätte eigentlich fast auch ein Verweis auf unser Grundgesetz gereicht.

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