Thema: Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat

erstellt am: 30.07.2017 01:59

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Hintergrund
Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat


Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat der Klage der Deutschen Umwelthilfe stattgegeben und damit Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge in Stuttgart ab Januar 2018 ermöglicht. Was aber hat das Stuttgarter Gericht im Detail entschieden?

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat
01.08.2017 13:01

Völlig überzogen. Wie schlecht war die Luft vor Einführung der Immissionsschutzverordnung? Wie gut ist sie jetzt? Stuttgart ist sicherlich ein Spezialfall. Wer kann sich ein derartig neues Auto leisten aus der Mittelschicht oder gar Unterschicht?
Unverhältnismäßigkeit ist gegeben. Ich verliere das Vertrauen in die deutsche Rechtsprechung.

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nicht registrierter User


RE: Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat
02.08.2017 09:16

Mehr noch. Ich habe das Vertrauen in die Gewaltenteilung verloren.

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nicht registrierter User


RE: Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat
02.08.2017 12:05

Ehrlich gesagt, ich sehe in dem ganzen Gehetze der Umweltverbände vor allem eines: Wichtigtuerei. Klar, der Diesel ist nicht sauber. Klar, es sollte was getan werden. Klar, es kann auf Dauer nicht so weitergehen. Jetzt gehen wir aber mal weiter:

Wir haben jetzt den Sieg vor Gericht, dass ein Fahrverbot für Diesel kommen muss. Also ist der Weg frei für alles andere. Jetzt können wir uns ja auf die Zweiräder stürzen: Zweitaktmotoren haben deutlich höhere Emissionen als Dieselmotoren. (Studie Toxic Potential of 2- and 4-stroke Scooter and Diesel Car Exhaust Emissions in Lung Cells In Vitro von Loretta Müller) Verbieten wir denen auch gleich das Fahren.
Aber Moment, die Benziner sind ja auch nicht so sauber. Denen gleich auch. Also eigentlich: Warum nicht gleich allen? Sind ja alle selber schuld, wenn die so blöd sind und sich ein Auto gekauft haben...

Stellen wir uns einmal vor, was das für die Gesellschaft bedeutet. Entweder müssen alle bald Schlagartig auf einen Elektrowagen umstellen, um überhaupt noch am Individualverkehr teilnehmen zu können, oder wir müssen alle Bus, Bahn oder Fahrrad fahren. Bei meinen 24 Kilometern Arbeitsweg über Berg und Tal bleibt mir dann nur der Bus (Fahrtzeit: 75 Minuten), Bus und dann Bahn (Fahrtzeit: 58 Minuten), oder Fahrrad (Fahrtzeit: 71 Minuten)... Zum Vergleich: Auto: 14 Minuten.

Das bedeutet: Ich muss täglich 2 Stunden mehr für den Arbeitsweg planen, in der Woche sind das 10 Stunden, die ich weniger mit meiner Familie verbringen kann. 10 Stunden, in denen ich mich nicht erholen kann, sondern total genervt in einer jetzt schon völlig überfüllten Sardinenbüchse stehe. Wie sich wohl die Abgase der Menschen in so einem Bus auf die physische Gesundheit auswirkt.... Wie sich wohl 10 Stunden Stress mehr auf die Psyche ALLER im Bus auswirkt... Wie sich wohl die gestiegenen Kosten des Gesundheitssystems auf den Krankenkassenbeitrag auswirkt...

Es ist schön, dass sich diese Umweltverbände Gedanken machen. Es ist super, dass sie als Ziel eine saubere Mobilität haben. Ich unterstütze das. Was ich nicht unterstützen kann, ist rumzumeckern, dass alles scheiße ist, aber am Ende nicht einen realistischen vernünftigen Vorschlag zu machen, wie es besser geht. Nur zu sagen, wir wollen alles verbieten, aber wie man es besser macht, da ist dann wer anders derjenige, der es erfinden soll, das hilft uns allen nicht...

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nicht registrierter User


RE: Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat
03.08.2017 07:25

Komisch, alle reden von Verboten ob gerechtfertigt oder nicht, lasse ich mal dahingestellt, darüber kann man trefflich diskutieren. Über praxisnahe und vor allem zeitnah umsaetzbare Alternativen zum Individualverkehr schweigt man sich aber aus. Warum nur?

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RE: Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat
03.08.2017 09:14

Es steht Ihnen frei, solche Alternativen zu benennen.

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RE: Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat
03.08.2017 10:11

Wir könnten doch all die überzogenen Gehälter und Boni der Führungsetagen der letzten zehn Jahre zurückfordern und mit diesem Geld Technicken entwickeln oder diese von den kleinen unliebsamen Firmen übernehmen und die Fahrzeuge damit ausrüsten.

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nicht registrierter User


RE: Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat
22.08.2017 07:54

Wenn man dann den Artikel liest, fragt man sich, ob die Umwelthilfe noch alle Laten am Zaun hat:

http://www.elektronikpraxis.vogel.de/dresdner-verkehrs-professor-bietet-abgas-hysterikern-die-stirn-a-630930/?cmp=sm-fb-swyn&utm_source=facebook&utm_medium=sm&utm_campaign=facebook-swyn

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nicht registrierter User


RE: Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat
16.10.2017 21:32

Meine Frau und ich werden ab 2018 somit voll betroffen sein vom Fahrverbot.
Wie wir damit umgehen werden können, wird sich zeigen. Fakt ist das sich die Fahrzeit zur Arbeit für uns beide verdoppeln wird.
Was ist denn eigentlich mit den städtischen Fuhrparks?? Darf ich dann davon ausgehen, das die Stadt dann alle Müllwägen, Landschaftsgärtner-, Dienstwagen, usw. entsprechend „umrüstet“, ersetzt oder ebenfalls stehen läßt??
Das wäre dann mal mit gutem Beispiel voran! Dann würde bei mir vielleicht auch die Akzeptanz für solche Maßnahmen steigen.
Aktuell sehe ich nur das ich zwei PKW (Diesel Euro4/5) haben werde die komplett entwertet sind und ich selbst, zumindest in den Herbst/Winter Monaten nur noch selten besegen kann.

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nicht registrierter User


RE: Warum das Stuttgarter Gericht zugunsten des Fahrverbots entschieden hat
17.10.2017 09:23

Es steht Ihnen frei, sich einen anderen Standort zu suchen. Eine andere Sprache als Wegziehen des mit erstem Wohnsitz gemeldeten Volkes verstehen die nämlich nicht.

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