Thema: Digitale Transformation muss kein Fremdwort an deutschen Hochschulen sein

erstellt am: 25.04.2019 09:27

Antworten: 6

Diskussion zum Artikel



Digitale Transformation muss kein Fremdwort an deutschen Hochschulen sein


Nach einer aktuellen Studie des VDI fühlt sich ein Großteil der Studierende und Berufseinsteiger nicht ausreichend auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet. ELEKTRONIKPRAXIS sprach mit Christian Siemers, Professor für Automatisierungstechnik an der TU Clausthal, über die Digitale Transformation an deutschen Hochschulen.

zum Artikel

Antworten

Olaf Barheine





dabei seit: 05.12.2011

Beiträge: 723

Kommentar zu: Digitale Transformation muss kein Fremdwort an deutschen Hochschulen sein
25.04.2019 09:27

Als angehender Informatiker bekommt man ja das gesamte Rüstzeug für die digitale (Arbeits-)Welt mit. Dennoch sollte man heute während des Studiums zumindest von CAN, Industrial Ethernet oder SPS zumindest einmal gehört haben. Bei mir war das damals noch nicht der Fall.

Antworten

nicht registrierter User


RE: Digitale Transformation muss kein Fremdwort an deutschen Hochschulen sein
26.04.2019 16:02

Endlich mal jemand der den Standort Deutschland
nicht herunterredet.
Besonders das Alle kochen nur mit Wasser hat mir gefallen.
Ja, so isses.

Antworten

nicht registrierter User


RE: Digitale Transformation muss kein Fremdwort an deutschen Hochschulen sein
29.04.2019 09:33

Ich befinde mich derzeit noch im Master Studiengang Maschinenbau. Leider muss ich sagen, im 2. Fachsemester das ich noch keine wichtigen Informationen dazu gelernt habe im Maschinenbau. Vor allem nichts was mich weiter bringen wird.
Ich habe auch einen Prof., der von der Uni in Clausthal kommt. Eine absolute Katastrophe. Der Prof. hat ein sogenanntes Grundlagenbuch geschrieben, welches im 1,2,3 Semester in der Technischen Mechanik runtergebetet wird und im Master dann für Höhere Dynamik und Höhere Festigkeitslehre benutzt wird. Das problem ist nur, das kein Student versteht worum es geht in der Dynamik und der Festigkeitslehre. Es wurde viel über Tensoren geredet. Aber nie ein. Beispiel gebracht bzw. auch mal etwas was gerechnet. Jetzt haben wir nachher den Abschluss, aber anfangen kann damit keiner was. Nur weil man einen Prof. hat, der selbst so gelangweilt ist von dem Stoff, dass er manchmal weg nickt in der Vorlesung.
An meiner Uni läuft so einiges schief. Ich habe den Master eigentlich machen wollen um was zu lernen und mich weiter zu bilden. Stattdessen hab ich in einem Halben Jahr einen Mastertitel und kann nicht mehr als schon zum Bachelor.

Antworten

nicht registrierter User


RE: Digitale Transformation muss kein Fremdwort an deutschen Hochschulen sein
01.05.2019 23:19

Tensoren und Tensorfelder sind an allen mir bekannten deutschen Technischen Universitäten Themen, die in Höherer Mathematik 2 (3./4. Semester) und Physik (1./2. oder 3./4. Semester) behandelt werden.
Das sollte ein Prof. als Grundlagen fürs Master-Studium dann schon voraussetzen können.
Es gibt an fast allen Unis Fachschaften. Wenn die Probleme in der Realität wirklich so krass sind, wie Sie das jetzt erleben, dann sind Sie ja sicherlich nicht der Einzige, dem das so geht. Sprechen Sie doch mal mit ihren Fachschaftsvertretern, was man da tun kann.
Viel Erfolg!

PS: Das Masterdiplom bekommen Sie in Deutschland nicht dafür, das Sie etwas wissen, sondern dafür, dass Sie eine schwierige Sache (Projekt, Studium) trotz widrigster Umstände erfolgreich bis zum Schluss durchgestanden haben, ohne aufzugeben.
Das [notwendige] Fachliche Wissen kommt dann später im Beruf früher oder später von ganz alleine dazu.

Antworten

Ralf





dabei seit: 21.12.2017

Beiträge: 1

RE: Digitale Transformation muss kein Fremdwort an deutschen Hochschulen sein
29.05.2019 09:43

Das Thema ist alles andere als neu. Ich hatte zu Beginn meines Studiums in den 90er Jahren bereits einige Berufserfahrung. So merkte ich schnell, daß die Uni zwar durchaus gutes Wissen vermittelt, jedoch der Praxisbezug deutlich zu kurz kommt. Zusammen mit einigen anderen erfahrenen Studierenden haben wir ein Konzept für ein freiwilliges Praxis-Angebot erarbeitet. Schon fiel die Idee auf fruchtbaren Boden. Das Ergebnis daraus existiert bis heute:

https://www.ei.ruhr-uni-bochum.de/fakultaet/einrichtungen/electronic-workshop/

Der Workshop bietet sowohl Einführungen wie auch Projektarbeit an. Auch freies Arbeiten wird ausdrücklich unterstützt und gefördert.
Leider hatte und habe ich den Eindruck, daß viele Studierende selbst nicht den Nutzen von praxisnaher Erprobung des theoretisch gelernten erkennen. Diejenigen, die die Einrichtung nutzen, haben durchaus einen Vorsprung gegenüber den reinen Folien-Akademikern. Diese Rückmeldung bekamen wir immer wieder. Für den Überwiegenden Teil der Studierenden war das aber reine Zeitverschwendung, weil es nicht für den Abschluss relevant war.

Antworten

nicht registrierter User


RE: Digitale Transformation muss kein Fremdwort an deutschen Hochschulen sein
09.07.2019 21:13

Als promovierter Bauingenieur, welcher die gesamte bisherige Berufslaufbahn (15 Jahre) im Maschinenbau verbracht hat, möchte ich anmerken, dass der Besuch einer FH oder Universität nicht dazu dient, sich auf den Berufsalltag vorzubereiten, sondern fundiertes Wissen zu erlangen, um z.B. später (komplexe) Problemstellungen selbst lösen zu können. Gute Ingenieure erlernen die für die Praxis notwendigen Fähigkeiten beim Start der Berufslaufbahn problemlos - eigene Lehrveranstaltungen zum Thema Praxis an der FH/Uni - vor allem auf Kosten anderer LVAs, wo Grundlagen vermittelt werden, erachte ich als wenig zielführend.

Antworten

Antwort schreiben

Titel:


Nachricht:

 



Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.

Thema abonnieren:

Email:
*Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Antwort abschicken