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Generativ gefertigte Elektronik Forschungsprojekte für vollständig additiv gedruckte Elektronik

| Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

In den zwei neuen EU-Großprojekten Hyb-Man und AMPECS will Neotech AMT zusammen mit Partnern aus Industrie und Forschung Fertigungsprozesse für die 3D-gedruckte Elektronik weiterentwickeln.

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“Vollständig additiv” 3D-gedruckter Heizer
“Vollständig additiv” 3D-gedruckter Heizer
(Bild: Neotech AMT)

Die Neotech AMT GmbH ansässig in Nürnberg, Deutschland, hat zwei neue Großprojekte zur Erweiterung der Fähigkeiten auf dem Gebiet der vollständig im 3D-Druck erzeugten Elektronik angekündigt.

Im EU PENTA Projekt “Hyb-Man“ werden elf Partner aus Deutschland und den Niederlanden hybride 3D-Herstellungsverfahren entwickeln, die eine flexible und auf Anhieb fehlerfreie (first time right) Produktion intelligenter Systeme ermöglichen werden.

Die neue hybride 3D-Fertigung wird zwei Kerntechnologien, den 3D-Druck polymerer Werkstoffe und die 3D-gedruckte Elektronik, miteinander vereinen. Inline-Tests und eine stetige Qualitätsüberwachung werden als Teilprozesse in die komplette Prozesskette integriert.

Die Resultate des Projekts werden verbesserte additive Fertigungsprozesse, eine hybride Fertigungszelle sowie Prototypen mit integrierten elektrischen Komponenten (LED Lampen, adaptive Sensoren aus dem Automobilbereich) sein, die auf dem entwickelten System hergestellt werden.

Im zweiten Großprojekt, AMPECS gefördert vom EU Manunet Programm, werden vollständig additive Fertigungsprozesse für die 3D-gedruckte Elektronik mit keramischen Substraten entwickelt. Das deutsch-spanische Konsortium wird keramische Materialien für den 3D-Druck entwickeln, einen Strukturkörper aufbauen und gedruckte, elektrische Komponenten integrieren. Anwendungen für den Endnutzer decken Bereiche mit rauen Umgebungsbedingungen wie Automotive, Luftfahrt und die Telekommunikation ab.

Neotech entwickelt seit 2009 Produktionssysteme mit direkten Schreibverfahren für die Serienproduktion 3D-gedruckter Elektronik auf Spritzgussteilen. Seit Mitte 2015 läuft das erste System für die Massenproduktion. Durch die Erweiterung gedruckter Strukturen aus Kunststoff oder Keramik werden diese sich gegenseitig unterstützenden Projekte den Ausbau der vollständig additiven 3D-Technologie auf dem Gebiet der gedruckten Elektronik weiter vorantreiben.

„Neotech leistet Pionierarbeit in der Entwicklung 3D-gedruckter Elektronik und unsere patentierte Technologie hat sich in der Industrie bewährt“ erklärt Dr. Martin Hedges, Geschäftsführer von Neotech. „Wir arbeiten bereits daran, 3D-gedruckte Elektronik mit dem klassischen 3D-Druck mechanischer Strukturen zu kombinieren und diese beiden Projekte werden die Entwicklung beschleunigen.“

Aufnahme der Temperatur bei 60°C
Aufnahme der Temperatur bei 60°C
(Bild: Neotech AMT)

Die Möglichkeit der vollständig additiven Fertigung in 3D-fähigen, mechatronischen Systemen auszunutzen wird neuartige Anwendungsbereiche in den unterschiedlichsten Industriezweigen hervorbringen. Die resultierenden Prozessketten werden überall dort eingesetzt werden, wo eine Nachfrage an agilen Systemen für kleinste Stückzahlen auf nur einer Plattform besteht. Zusätzlich erlaubt die parallele Bearbeitung von vier Teilen simultan die Skalierung der additiven Herstellungsverfahren zu höheren Stückzahlen als es derzeit möglich ist, indem die Lücke zu den werkzeugbasierten Herstellungsprozessen geschlossen wird.

Wenn Sie mehr zum Thema 3D-gedruckte Elektronik erfahren möchten, kommen Sie zum 1. Praxisseminar 3D-gedruckte Elektronik am 28. September in Würzburg. Alle Infos rund um das Event finden Sie hier.

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