Mobile Kommunikation mit 5G

Forschungsprojekt 5GNOW von der EU geehrt

| Redakteur: Hendrik Härter

Funkstandard: Im Forschungsprojekt 5GNOW untersuchen verschiedene Partner Wellentechniken für den 5G-Standard. Die Europäische Kommission hat das Projekt mit "ausgezeichnet" bewertet.
Funkstandard: Im Forschungsprojekt 5GNOW untersuchen verschiedene Partner Wellentechniken für den 5G-Standard. Die Europäische Kommission hat das Projekt mit "ausgezeichnet" bewertet. (Martin Berk / pixelio.de)

Im Forschungsprojekt 5GNOW analysieren Partner verschiedene Wellentechniken für den Mobilfunkstandard 5G. Ziel ist es, die Leistung zu verbessern, ein robusteres Netz aufzubauen und die Latenzzeiten zu senken. Jetzt hat die EU das Projekt geehrt.

Im Forschungsprojekt 5GNOW arbeiten Wissenschaftler am 5G-Standard, der nächsten Generation des Mobilfunknetzes. Dabei analysierten die Partner verschiedene Wellentechnologien für 5G. Vom neuen Standard 5G erwarten Forschung und Industrie Impulse für das Internet der Dinge, drahtlose Gigabitverbindungen und taktiles Internet. Die Europäische Kommission hat dem Forschungsprojekt die höchstmögliche wissenschaftliche Ehrung verliehen.

Um solch unterschiedliche Dienste nutzen zu können, muss die Funkzugangseinheit flexibel, skalierbar inhaltesensitiv, stabil, zuverlässig und effizient in Bezug auf Energie und Bandbreite sein. Die Daten werden drahtlos von Funkwellen übertragen, die unterschiedliche Formen haben können. Solche Wellenformen sind von ausschlaggebender Bedeutung für die 5G-Forscher, weil sie festlegen, wie gut bestimmte Anwendungsaufgaben von 5G unterstützt werden. 5GNOW hat die zugrunde liegenden Gestaltungsprinzipien des heutigen 4G LTE-A-Funkzugangsnetzes hinterfragt und neue Wellenformen-Techniken für 5G entwickelt, verbessert und bewertet.

Die Filterfunktion und die erweiterte Signalverarbeitung

Eine der wichtigsten Technik-Komponenten aus dem 5GNOW-Projekt ist eine Filterfunktion zusammen mit einer erweiterten Signalverarbeitung. Dadurch sind mehr als 100-mal bessere Störunterdrückungen in einem fragmentierten Spektrum von Szenarien möglich sowie eine höhere netzwerkspektrale Effizienz, was eine bessere Leistungserbringung für Anwender bedeutet.

Darüber hinaus hat 5GNOW gezeigt, dass die alternativen Wellenformen die erforderliche Robustheit und die Latenz bieten, um einen effizienten funkgestützten Zugang für das Internet der Dinge und des taktilen Internets wirksam zu unterstützen. Diese Ergebnisse ermöglichen in der Tat eine effiziente und skalierbare Sendeschnittstelle, die mit der stark variierenden Menge von Anforderungen umgehen kann, die von 5G ausgeht.

Noch während des Projektverlaufs wurden die Ergebnisse aus 5GNOW auf einigen wichtigen Konferenzen und Branchenausstellungen der ICT-Branche vorgestellt und vorgeführt. Besondere Höhepunkte waren die erste „Demo Night“ aller Zeiten auf der IEEE GLOBECOM 2014 in Austin, Texas, und die Teilnahme am Mobile World Congress 2015 im März in Barcelona, wo die Europäische Kommission mit ihrem ersten 5G-Stand vertreten war.

Das Projekt setzt sich zusammen aus Forschern vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (Projektleitung), Alcatel-Lucent Deutschland (technische Leitung) und Partnern wie der Technischen Universität Dresden, dem französischen Institut für angewandte Forschung CEA LETI, dem polnischen Softwareentwickler ISWireless sowie von National Instruments.

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