BERU Forschungs- und Entwicklungszentrum in Ludwigsburg erweitert

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

BERU hat sein Forschungs- und Entwicklungszentrum (FEZ) am Hauptsitz Ludwigsburg erweitert. Mit dem Ausbau des FEZ will das auf Zündungstechnik, Dieselkaltstarttechnologie, Elektronik und Sensorik spezialisierte Unternehmen den steigenden Anforderungen der internationalen Automobilindustrie an Forschung, Entwicklung und Qualitätswesen gerecht werden.

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Dr. Podeswa: „Mit der Erweiterung des FEZ können wir die Entwicklungszeiten verkürzen und unsere Produkte noch schneller auf den Markt bringen.“
Dr. Podeswa: „Mit der Erweiterung des FEZ können wir die Entwicklungszeiten verkürzen und unsere Produkte noch schneller auf den Markt bringen.“
( Archiv: Vogel Business Media )

In seiner Begrüßungsrede anlässlich der offiziellen Eröffnung des erweiterten Forschungs- und Entwicklungszentrums an BERUs Hauptsitz Ludwigsburg betonte Dr. Rainer Podeswa, BERU Vorstand für Forschung und Entwicklung und Vertrieb Erstausrüstung, die Bedeutung des FEZ: „Der Erweiterungsbau ist ein sichtbares Zeichen einer langfristigen Unternehmenspolitik und permanenter Investitionen in die Zukunft. Nur so können wir unsere Technologieführerschaft in der Dieselkaltstarttechnologie und unsere Position als Spezialist für Zündungstechnik langfristig sicherstellen.“

Verbrauch und Abgase reduzieren

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Laut Dr. Podeswa entspreche BERU mit der Erweiterung des FEZ konsequent den gestiegenen Anforderungen seiner weltweiten Kunden, die eine Ausweitung der Erprobung neuer, innovativer Produkte und Systeme bei gleichzeitiger Reduzierung der Entwicklungszeiten erfordern. „Vor diesem Hintergrund haben wir schon vor einigen Jahren die EMV-Halle im FEZ in Betrieb genommen, wo wir elektronische Produkte auf ihre elektromagnetische Verträglichkeit in der Fahrzeugumgebung erproben“, so Podeswa, „zudem sind wir als Spezialist für Dieselkaltstartsysteme und Zündungstechnik für Ottomotoren maßgeblich in der Weiterentwicklung der Motorentechnik mit den Zielsetzungen Verbrauchsverbesserung und Abgasreduzierung engagiert.“

Schnellere und flexiblere Prüfmöglichkeiten

Herzstück des rund 5 Mio. € teuren neuen Erweiterungsbaus ist der neue Allrad-Rollenprüfstand in einer Kältekammer. Neu im FEZ sind außerdem das BERU Kompetenzzentrum Keramik sowie zahlreiche Labors und Prüfbereiche der BERU Erzeugnisprüfung und des Qualitätswesens. Erforderlich wurde der rund 1.000 Quadratmeter große Anbau an das seit 1998 bestehende FEZ durch das stetig anwachsende Aufgabenspektrum der Entwicklungsabteilungen, die verstärkt auch Forschungs- und Entwicklungsleistungen für BERU Kunden erbringen, sowie durch die damit einhergehenden stetig steigenden Anforderungen an das Qualitätswesen des Zuliefererunternehmens.

Mit der Erweiterung des FEZ können ab sofort die bereits bestehenden Motoren- und Sondermotor-Prüfstände mit Messtechnik für vollautomatische Dauerläufe, Kaltstarttests sowie für die thermische, elektrische und mechanische Vermessung von Bauteilen noch schneller und flexibler bedient werden. Rollenprüfstand, Motorenprüfstände und deren Bestückung befinden sich jetzt auf einer Ebene. Vorteil für alle Prozessbeteiligten: kurze Wege, optimale Kommunikation.

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