Symposium „Urbane Mobilität der Zukunft“

Forscher präsentieren innovatives Elektrofahrzeug-Konzept

| Redakteur: Sandra Häuslein

Bis Ende 2015 sollen alle entwickelten Hardware-Technologien im Demonstrator-Fahrzeug verbaut sein, so dass dieses voll fahrtauglich ist.
Bis Ende 2015 sollen alle entwickelten Hardware-Technologien im Demonstrator-Fahrzeug verbaut sein, so dass dieses voll fahrtauglich ist. (Bild: S. Häuslein/konstruktionspraxis)

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Auf dem Symposium „Urbane Mobilität der Zukunft“ haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Innovationsclusters „Regional Eco Mobility 2030 (REM 2030)“ neue Ergebnisse zur Frage, wie die urbane Mobilität von morgen aussehen könnte, präsentiert. Ein Highlight des Projekts REM 2030 ist die Entwicklung eines innovativen Elektrofahrzeug-Konzepts, das auf dem Karlsruher Symposium vorgestellt wurde.

Die urbane Mobilität von morgen steht vor vielen Herausforderungen: Dazu zählen ein zunehmendes Verkehrsaufkommen und dadurch bedingte Staus, Belastungen für Umwelt und Gesundheit, stetige Urbanisierung und der demographische Wandel. In diesem Kontext untersuchte das Innovationscluster „Regional Eco Mobility 2030 (REM 2030)“, zu dem sich das Fraunhofer ISI, ICT, IOSB und IWM sowie drei Institute des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zusammengeschlossen haben, wie die Mobilität in Zukunft zugleich effektiver und nachhaltiger sein kann.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stützen sich auf einen systemischen Ansatz: Neben Hard- und Software werden auch Orgware-Lösungen wie neue Mobilitätskonzepte oder die Nutzerakzeptanz als integraler Bestandteil für eine effiziente Individualmobilität angesehen. Auf dem Symposium „Urbane Mobilität der Zukunft“ wurden nun alle Ergebnisse zu den drei Mobilitätsbereichen Hard-, Soft- und Orgware vorgestellt.

Herzstück ist der Antriebsstrang

Wie Lars Fredrik Berg, Projektleiter in der Fraunhofer-Projektgruppe „Neue Antriebssysteme NAS“ am Fraunhofer ICT erklärte, zielt die im Rahmen von REM 2030 entwickelte Hardware in erster Linie auf die Reduzierung lokaler Emissionsbelastungen ab: „Ein Schwerpunkt des Forschungsprojekts liegt in der Entwicklung eines alternativen und emissionsfreien Fahrzeugkonzepts, das speziell für die Nutzung in urbanen Räumen konzipiert ist. Das Herzstück ist der Antriebsstrang bestehend aus Elektromotor und Getriebe."

"Beim Motor handelt es sich um eine permanenterregte Synchronmaschine mit Einzelzahnwicklung, die auf hohe Leistungsdichte und Effizienz optimiert wurde. Das maximale Drehmoment von 90 Nm des Elektromotors mit einer Dauerleistung von 70 kW wird über ein ebenfalls im Projekt entwickeltes, schaltbares Getriebe mit zwei Gängen und ein offenes Differenzial auf die Vorderräder des Fahrzeuges übertragen.“ Laut Berg verzichtet das Motorkonzept bewusst auf aufwendige Bauteile und spart dadurch Materialkosten ein.

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