"Vetteldämmerung"

Formula Student Driverless - Ohne Pilot auf die Piste

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Reiner Friedrich ist Vice President im Bereich Autonomous Driving bei BMW und als Mitglied in der VDI-Fachgesellschaft Fahrzeug und Verkehrstechnik im Fachbeirat Automatisierung und Vernetzung tätig. Auf der FSD ist er als Juror aktiv. Seiner Meinung nach „verbessert automatisiertes Fahren die individuelle Mobilität – und das von jung bis alt. Hierbei werden viele Technologien angewendet. Dabei gilt für uns natürlich safety-first.“

Bildergalerie
Bildergalerie mit 139 Bildern

Auch für Bernhard Bihr, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bosch Engineering GmbH, ist die FSG jedes Jahr ein Highlight. „Als Unternehmen sind wir bereits seit vielen Jahren aktiv dabei und unterstützen hochmotivierte und interdisziplinär arbeitende Teams bei ihrer Arbeit. Dass mit dem Reglement der Formula Student Driverless nun auch das Thema des hochautomatisierten Fahrens Einzug hält, begrüße ich sehr.“

Das böte jungen Nachwuchskräften einmal mehr die Chance, sich mit den Herausforderungen der Praxis zu beschäftigen und das in einem der vielleicht zukunftsträchtigsten Felder der Automobilindustrie. Weltweit arbeiten fast 3000 Bosch-Entwickler an der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen und damit am automatisierten Fahren.

Es zählen Leistungsbereitschaft, Teamgeist, Disziplin und Sachverstand

Die Formula Student ist mehr als nur Geschwindigkeit. Leistungsbereitschaft, Teamgeist, Disziplin und Sachverstand: Auf diese Eigenschaften kommt es nicht nur während der FSG an, sondern auch im späteren Berufsleben.

Für alle Studierenden, die am Anfang ihrer Ingenieurkarriere stehen, ist die FSG ein perfektes Sprungbett. Denn die Teilnehmer müssen nicht nur ingenieurwissenschaftliches Geschick beweisen, sondern ein anspruchsvolles Gesamtpaket abliefern. Neben den drei statischen Disziplinen werden die Fahrzeuge in den fünf dynamischen Disziplinen auf ihre Praxistauglichkeit beim Rennen geprüft.

Die Studierenden führen bei den statischen Disziplinen der Jury ihre Konstruktionen (Engineering Design), Kostenplanung (Cost Analysis) und das Geschäftsmodell (Business Plan Presentation) vor. Zu entwerfen und zu bauen ist ein Prototyp für eine mögliche Serienproduktion mit dem nicht-professionellen Wochenendrennfahrer als Zielperson.

Mit jeder dynamischen Disziplin werden unterschiedliche Eigenschaften des Autos getestet. Bei „Acceleration“ wird beispielsweise gemessen, wie schnell das Auto aus dem Stand beschleunigt werden kann. Weitere Tests stehen im Skid Pad/Wet Pad, Autocross, Fuel/Energy Efficiency und im Endurance-Rennen an. Letzteres stellt die Hauptdisziplin mit der höchsten erreichbaren Punktzahl dar. Am Sonntagabend entscheidet sich dann, welche Teams in diesem Jahr in der FSD, der FSE und in der FSC als Gewinner hervorgehen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal Industry-of-things.de.

(ID:44838302)