Folientastatur: Gedruckte Elektronik mit RFID-Chip

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit einer speziellen Kupfertechnik ist es möglich, in Folientastaturen einen RFID-Chip nahtlos zu integrieren. Selbst kleine Stückzahlen sind möglich.

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Ließen sich RFID-Produkte bisher nur in großer Stückzahl herstellen, sind sie jetzt auch in kleinen Stückzahlen und direkt ins Endprodukt integrierbar.
Ließen sich RFID-Produkte bisher nur in großer Stückzahl herstellen, sind sie jetzt auch in kleinen Stückzahlen und direkt ins Endprodukt integrierbar.
(Bild: Kundisch)

Bei Benutzerschnittstellen kommt es immer mehr auf flexible Eingabesysteme an: So hat Kundisch aus Villingen-Schwenningen sein Fertigungsverfahren um gedruckte Elektronik mit Kupfer erweitert. Auf Leitsilberbasis ist gedruckte Elektronik bereits bekannt, mit der von Kundisch entwickelten Kupfertechnik sind sowohl engere Toleranzen als auch flexible Oberflächen für kundenspezifische Anwendungen möglich.

Damit ist es möglich, RFID-Chips beispielsweise in die Folientastaturen nahtlos zu integrieren. Das kann Kundisch auch bei kleinen Stückzahlen anbieten. Das ermöglicht es dem Anwender, den Status und alle produktrelevanten Daten bei Bedarf einzusehen. Die RFID-Chips verfügen über eine Reichweite von mehreren Metern. Selbst passwortgeschützte Speicherinhalte sind möglich.

Dabei bilden die kupferkaschierten Folien die Basis einer Folientastatur. Sie werden galvanisch versilbert oder für extremere Einsatzbereiche auch vergoldet. Damit lassen sich elektronische Bauteile prozesssicher per SMD für den anschließenden Lötprozess bestücken.

Laut Hersteller bieten die Kupfer-Leiterbahnen geringe Schleifenwiderstandswerte und auch die Bruchgefahr der Leiterbahnen wird gesenkt. Damit eignen sich die Folientastaturen von einem einfachen Handgerät bis zu komplexeren medizintechnischen Anwendungen.

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