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Interview mit Dr. Stefan Bucher von T-Systems

Fog, Edge, IoT-, Quanten-Computing: Wie positioniert sich T-Systems?

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„Kunden sollten auf offene Systeme setzen“

Wie entwickelt sich Ihrer Ansicht nach Cloud Computing in den nächsten fünf Jahren?

Stefan Bucher: Alles deutet auf hybride IT-Landschaften hin: Kosten und Flexibilität der Cloud überzeugen. Trotzdem werden Kunden nur Schritt für Schritt in die Cloud gehen. Auf dem Weg dahin spielt die Hybrid Cloud eine große Rolle.

Viele Kunden nutzen heutzutage eine Mischung aus on-premise, Private und Public Cloud. Die Hybrid Cloud kombiniert die Vorteile dieser Lösungen und ermöglicht etwa eine On-Premise-Infrastruktur mit weiteren Dienstleistungen aus der Public Cloud zu erweitern.

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Die Hybrid Cloud erlaubt zu trennen, welche Daten privat und welche auch in der Public Cloud verarbeitet werden können. Bestimmte IT-Bereiche wie die Rechenleistung oder der Speicherplatz lassen sich eventuell besser in der Public Cloud abbilden und vertraulichere Bereiche in der On-Premise- oder Private Cloud.

Zudem haben viele Kunden ihre Enterprise-IT auf Jahre, manchmal Jahrzehnte optimiert. Anwendungen, etwa Commodity-ERP-Systeme, oder Anwendungen, die nicht Teil der Wertschöpfung sind, können tatsächlich oftmals unangetastet und kostengünstiger on-premise laufen.

Zugleich kann die Entscheidung, welcher Betriebsmodus gewählt wird, eine Frage der Größe sein. Dort wo Digitalisierung schon heute Mehrwert schafft, bei der Automobilbranche, den Banken und Unternehmen, die groß genug sind, werden diese ihre entsprechenden kritischen Kernanwendungen möglichst abschotten, in eigenen privaten Clouds - gegebenenfalls in eigenen Rechenzentren. Schauen Sie sich VW an: Die haben kürzlich 2.000 Entwickler eingestellt. Doch Mittelständler können sich das nicht leisten.

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