Interview mit Dr. Stefan Bucher von T-Systems

Fog, Edge, IoT-, Quanten-Computing: Wie positioniert sich T-Systems?

| Redakteur: Ulrike Ostler

5G - 1000fach höhere Kapazität, 10fach höhere Übertragungsgeschwindigkeit und 10fach geringere Latenzzeit als die heutigen Netze - gilt als Grundvoraussetzung für Echtzeitkommunikation. Doch was hat das mit Rechenzentren und Fog Computing zu tun?
5G - 1000fach höhere Kapazität, 10fach höhere Übertragungsgeschwindigkeit und 10fach geringere Latenzzeit als die heutigen Netze - gilt als Grundvoraussetzung für Echtzeitkommunikation. Doch was hat das mit Rechenzentren und Fog Computing zu tun? (Bild: Deutsche Telekom)

Begriffe wie Fog oder auch Edge Computing sickern langsam in den Sprachgebrauch der IT-Macher und -Nutzer. Geht es um Micro-Datacenter? Um neue Mobilfunkstandards? Und wen kümmert Quantencomputing? Antworten liefert Dr. Stefan Bucher, operativer Leiter der IT-Division bei T-Systems.

Im Herbst 2015 hatten Continental, die Deutsche Telekom AG, das Fraunhofer ESK sowie Nokia Networks dem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Echtzeitkommunikation zwischen Fahrzeugen über das LTE-Mobilfunknetz demonstriert. Speziell ging es um den Austausch von Gefahreninformationen zwischen Fahrzeugen auf der Autobahn A9.

Um extrem geringe Übertragungszeiten zu ermöglichen, wurde ein Abschnitt des Telekom-Netzes mit neuartiger „Mobile Edge Computing“-Technik von Nokia Networks ausgestattet, und um eine vom Fraunhofer ESK entwickelte Positionsbestimmung erweitert. Diese Kombination erlaubte erstmals Signallaufzeiten zwischen zwei Fahrzeugen von weniger als 20 Millisekunden.

Zusammen mit der von Continental entwickelten Schnittstelle zur Fahrzeugelektronik lassen sich so verschiedene Anwendungen realisieren, die das Fahren sicherer und komfortabler machen.

Das ist nur ein Beispiel, in dem der Begriff Edge Computing fällt. Stefan Bucher, operativer Leiter der IT-Division von T-Systems, nennt weitere: einen digitalen Parkservice für rund 11.000 Stellflächen in der Stadt Hamburg etwa, den die Telekom und Hamburg zur CeBIT 2017 vorstellten, und die Einführung des „NarrowBand-IoT“-Netzes in Europa mitsamt der Pilotprojekte.

Dazu zählt etwa die Ausstattung der Servicekoffer vom Druckluft-Experten Kaeser Kompressoren mit Mobilfunkkarten und Sensoren. Die Koffer melden jetzt in regelmäßigen Abständen ihren Standort und über ein „Cloud der Dinge“-Dashbord überwacht das Coburger Unternehmen zudem den Zustand der darin enthaltenen Batterien.

Ein IoT-Starter-Kit der Telekom, wie Bucher sagt „für fuzzy Geld“, beinhaltet Sensoren für GPS, Beschleunigung, Erschütterung und Temperatur. Über Mobilfunk schickt es aufgezeichnete Daten in die Cloud.

Er setzt hinzu: „Die Digitalisierung wird unser ganzes Leben verändern. Was bisher gefehlt hat, war lediglich eine erschwingliche Sensorik.“

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