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Flussmittelhersteller und Getränkeproduzenten unterstützen bei der Desinfektionsmittel-Versorgung

Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Desinfektionsmittel sind in der Corona-Krise wichtig – und aufgrund der hohen Nachfrage knapp. Ausnahmeregelungen für Flussmittelhersteller sowie Alkoholspenden von Getränkeproduzenten sollen helfen, berufsmäßige Verwender zu versorgen.

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Flussmittelhersteller und Getränkeproduzenten unterstützen bei der Versorgung von Desinfektionsmitteln.
Flussmittelhersteller und Getränkeproduzenten unterstützen bei der Versorgung von Desinfektionsmitteln.
(Bild: Emil Otto)

Apotheken und Kliniken stellen Desinfektionsmittel zum Teil in Eigenregie her. Aber der wichtige Grundstoff Ethanol ist knapp. Die strengen Vorschriften, nur besonders gereinigten Alkohol zu verwenden, wurden gelockert. Und so stellen Unternehmen wie Jägermeister, Pernod oder Becks überschüssigen Alkohol – der zum Beispiel bei der Herstellung alkoholfreier Biersorten anfällt – den Kliniken zur Verfügung – ein Teil davon wird sogar gespendet.

Das Unternehmen Klosterfrau Healthcare will 100.000 Liter selbst hergestellte Desinfektionsmittel spenden. Und auch der Getränkehersteller Berentzen denkt darüber nach, die Gesundheitsbranche zu unterstützen.

Aber auch der Flussmittelhersteller Emil Otto darf seine Händedesinfektionsmittel aufgrund einer Ausnahmezulassung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ab sofort an alle Einrichtungen der öffentlichen Gesundheit abgeben.

„Das Händedesinfektionsmittel EO-HDC-001 sowie der hochkonzentrierter IPA/Wasser-Reiniger EO-EXO-CV wurden ursprünglich zur internen Nutzung entwickelt. Durch die Ausnahmezulassung dürfen wie diese nun auch an berufsmäßige Verwender abgeben“, erklärt Markus Geßner, Marketing- und Vertriebsverantwortlicher von Emil Otto. Emil Otto will nach eigener Aussage die Mengen abgeben, die benötigt werden und die an Alkohol verfügbar sind.

Neben der Flussmittelherstellung wird das hessische Familienunternehmen nun auch die Herstellung des Desinfektionsmittels hochfahren. Nach Aussage Geßners wird das Unternehmen dabei auf die üblichen Margenzuschläge verzichten. „Die Herstellung dieser Mittel unter einem reinen wirtschaftlichen Aspekt zu sehen, ist in unseren Augen falsch. Es ist unsere Pflicht, als Teil dieser Gesellschaft unseren Beitrag zu leisten, wenn wir helfen können“, so Geßner. Lediglich die eigenenen Kosten sollen durch den Verkaufspreis abgedeckt werden.

Das Desinfektionsmittel EO-HDC-001 besteht zu mind. 70% aus Isopropanol, sowie aus Glycerin. Das Mittel kann zum Desinfizieren, Reinigen und Pflegen der Hände eingesetzt werden, hat eine gute Hautverträglichkeit und wird in 250 ml abgegeben. Dank des hohen Isopropanolanteils ist eine sichere Reinigung gewährleistet. Die Herstellung erfolgt nach Apothekenrezeptur.

Der Reiniger EO-EXO-CV, ebenfalls mit einem Mindestanteil von 70% Isopropanol versehen und kann auch zur Händedesinfektion genutzt werden. Die Reinigung von Oberflächen ist ebenfalls möglich. Die Anwendung ist einfach und rückstandsfrei, bei einer hohen Reinigungswirkung und schnellen Trocknung. Die Abgabe erfolgt in einer 500ml-Pumpsprühflasche. Die Herstellung erfolgt ebenfalls nach Apothekenrezeptur.

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