Energieübertragungssystem

Flurförderfahrzeuge automatisiert und kontaktlos aufladen

| Autor / Redakteur: nach Unterlagen von Weidmüller / David Franz

Bild 1: Die kontaktlose, wartungsfreie Energieübertragung lässt sich bei automatischen Transportsystemen, z.B. Flurförderfahrzeugen vorteilhaft einsetzen. Das Aufladen der Akkus geschieht kontaktlos, ohne Steckverbinder.
Bild 1: Die kontaktlose, wartungsfreie Energieübertragung lässt sich bei automatischen Transportsystemen, z.B. Flurförderfahrzeugen vorteilhaft einsetzen. Das Aufladen der Akkus geschieht kontaktlos, ohne Steckverbinder. (Bild: Weidmüller)

FreeCon Contactless ist als kontaktlose Energieübertragung konzipiert und wurde für Anwendungen im industriellen Umfeld entwickelt. Auch das automatisierte Aufladen mobiler Systeme ist ein Einsatzgebiet.

Automatische Transportsysteme, wie sie heute in vielen Lager- und Produktions-hallen zu finden sind, wickeln Arbeiten ohne menschliche Unterstützung ab. Lediglich zum Herstellen der Steckverbindung, die für das Aufladen der Akkus erforderlich ist, muss bislang ein Mitarbeiter zur Stelle sein.

Dank FreeCon Contactless kann nun auch dieser manuelle Arbeitsschritt entfallen: Dementsprechend ausgerüstete, fahrerlosen Transportsysteme bewegen sich – kurz bevor der Akku leer ist oder nach „Dienstende“ – eigenständig zur Ladestation. Das spart spürbar Zeit und Kosten, folglich amortisiert sich die Investition in FreeCon Contactless binnen kurzer Zeit.

In der industriellen Automatisierung findet Energieübertragung zumeist mit Steckverbindern statt. Bei dieser konventionellen Lösung führen abgebrannte, verbogene oder verschmutzte Kontakte zu zeit- und kostenintensiven Produktionsausfällen.

Dies gilt insbesondere für Applikationen, in denen häufige Steckzyklen erforderlich sind oder wo besondere Herausforderungen an Produkte oder Prozesse gestellt werden. Kommen gleich mehrere Flurfördergeräte für den horizontalen, ebenerdigen Transport von Gütern in weitläufigen Hallen oder Gebäuden zum Einsatz, begrenzt das manuelle Aufladen der Akkus signifikant den Prozessablauf.

Eine gleichermaßen elegante, effiziente und technisch ausgereifte Lösung stellt FreeCon Contactless dar: Die kontaktlose Energieübertragung auf Basis der induktiven Resonanzkopplung erlaubt verschleißlose Verbindungen, die sich optional sogar durch eine Glaswand führen lassen.

Diese Technologie ist fast überall einsetzbar, so etwa auch in festem und flüssigem Material, sie dient aus physikalischen Gründen aber nicht für das Durchdringen von Metall. Die kontaktlose Energieübertragung via FreeCon Contactless stellt stets die elektrische Versorgung von Sensoren und Aktoren sicher.

Diverse Eigenschaften ragen besonders heraus. FreeCon Contactless ist derzeit das einzige System am Markt, das via SPS-Steuerung direkt schaltbar ist, ohne ein zusätzliches Schütz zu benötigen. Zudem baut das Energieübertragungsmodul mit einer Breite von 100 mm, einer Länge von 100 mm und einer Höhe von 47 mm sehr kompakt.

Mit einer Leistung von 240 W ist das System das kleinste auf dem Markt. Ausgeführt in der Schutzart IP65 verfügt Energieübertragungsmodul außerdem über flexible Montageoptionen wie Direktmontage oder Befestigungswinkel. Es arbeitet verschleiß- und wartungsfrei, erhöht also die Anlagenverfügbarkeit, reduziert Serviceeinsätze und minimiert Wartungskosten.

Das System überzeugt mit hoher Flexibilität und beliebiger Annäherungsoption – dank kontaktloser Übertragung mittels induktiver Resonanzkopplung. So lässt sich die Sekundärseite, im Gegensatz zum Steckverbinder, aus beliebigen Richtungen zur Primärseite heranführen und zusätzlich auch rotieren.

Die zielgenaue Kopplung des Systems erfolgt durch eine präzise Positionskontrolle, genannt „voreilendes Pairing“. Sobald sich beide Module gegenüberstehen, ist die Verbindung hergestellt. Eine automatische Verbindung kann direkt via SPS-Steuerung erfolgen.

Gegenüber vergleichbaren Lösungen am Markt erzielt Weidmüller mit FreeCon Contactless die doppelte Leistungsdichte und einen deutlich höheren Wirkungsgrad.

Ein innovatives Wärmemanagement und der hohe Wirkungsgrad ermöglichen die besonders hohe Leistung.

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