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Materialforschung Flüssiges Metall erlaubt dehnbare Elektronik

| Redakteur: Franz Graser

Wissenschaftler der Purdue University im US-Bundesstaat Indiana haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Leiterbahnen auf elastische Materialien aufgebracht werden können. Dabei kommen flüssige Metall-Legierungen und die Tintenstrahldruck-Technik zum Einsatz.

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(Bild: Alex Bottiglio/Purdue University)

Film-Fans denken beim Stichwort „flüssiges Metall“ vielleicht an den Killerroboter T-1000 aus dem Blockbuster „Terminator 2“ des Jahres 1991. Robert Patrick verkörperte damals den Gegenspieler des „guten“ Terminators Arnold Schwarzenegger. Kennzeichen des T-1000 war seine Eigenschaft, jede beliebige Form annehmen zu können. Dazu erwies sich der Gestaltwandler als praktisch unzerstörbar.

Die Wissenschaftler der Purdue University arbeiten zwar nicht an einem Killerroboter, der seine Gestalt verändern kann. Aber die Vorteile von Elektronik, die sich auf elastische Materialien aufbringen lässt, liegen auf der Hand.

„Wir wollen dehnbare Elektronik herstellen, die für weiche Maschinen eingesetzt werden kann“, sagt Rebecca Kramer, eine Assistenzprofessorin für Maschinenbau an der Purdue University. Gemeint sind zum Beispiel Roboter, die sich durch enge Räume quetschen können oder tragbare Geräte, die die Bewegungsfreiheit ihrer Trägerinnen und Träger nicht einschränken.

„Leiterbahnen aus flüssigem Metall können sich ausdehnen und deformieren, ohne zu brechen“, ergänzt Kramer. Um solche Materialien herzustellen, griffen die Forscher auf den bewährten Tintenstrahldruck zurück.

Mit Erfolg: „Dieser Prozess erlaubt es uns, flexible und dehnbare Leiterbahnen auf alles aufzutragen, einschließlich elastischer Materialien und Gewebe“, so Professorin Kramer.

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