Oszilloskope FlexRay-Testlösung findet jedes Signal

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit dem WaveRunner Xi lassen sich neben dem FlexRay-Bus gleichzeitig drei weitere Busse dekodieren – und das auch bei unterschiedlichen Protokollen. Die integrierte Suchfunktion erlaubt eine Suche nach Frames oder Zyklen im gesamten Speicher. Dekodierung und Triggerung ist sowohl bei den analogen und digitalen Eingangskanälen möglich.

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Die Oszilloskop-Reihe verfügt über eine integrierter FlexRay Lösung und die FlexRay Trigger und Dekodierlösung korreliert die physikalischen Signale übersichtlich mit den Protokolldaten in einem Display. Dabei ist die FlexRay-Trigger-Hardware komplett im Oszilloskop integriert. Das ermöglicht den Ingenieur einen Einblick in die Busdaten. Die Benutzeroberfläche ist einfach zu bedienen und das 10,4 Zoll Touchscreen-Display macht die FlexRay Trigger und Analysefunktionen übersichtlich. Die FlexRay TD Option erweitert die Automotive- und Embedded System Lösungen, zu denen auch CAN, LIN, I2C, SPI, UART und RS-232 gehören.

Um das Signal für Triggerung und Dekodierung abzugreifen wird ein Differenz-Tastkopf an den Bus angeschlossen. Der Tastkopf stellt im Flexray-Netzwerk keinen Knoten dar. Eine Neuprogrammierung des FlexRay-Netzwerkes ist deshalb nicht notwendig. Zu den unterstützten Triggern gehören statische und dynamische IDs, Frame Cycle Count, Frame Qualifiers (NFI, SyFI, StFI) und TSS-Symbole. Ein konditionierter Trigger, der als Triggerbedingung „innerhalb/ausserhalb eines Bereichs” und „grösser/kleiner als“ gehört ebenfalls zum Leistungsspektrum. So lassen sich bestimmte Bereiche der Slot-IDs oder spezifische Zyklen triggern.

Vier verschiedene Signale gleichzeitig dekodieren

Serielle physikalische Datensignale werden mithilfe von patentierten Algorithmen zerlegt und die dekodierten Daten mit farbigen Ebenen dargestellt. Es können 20 verschiedene Suchmodi eingesetzt werden: Plusbreite, Frequenz, Anstiegszeit oder Duty Cycle. Dabei wird die Dekodierung farblich markiert über das physikalische Signal gelegt. Diese farblichen Markierungen helfen dabei, unterschiedliche Bereiche des erfassten Signals zu indentifizieren und die wichtigen Bereiche auszuwählen. Dies alles erleichtert die Fehlersuche für I2C, SPI, UART, RS-232, LIN und FlexRay.

Der WaveRunner Xi dekodiert vier verschiedene Signale gleichzeitig. Das kann FlexRay und jede Kombination aus anderen unterstützten Protokollen sein. Zusammen mit den dekodierten Daten wird auch eine interaktive Tabelle angezeigt. Alle Einträge der Tabelle lassen sich auswählen. Dabei wird automatisch eine Zoomfunktion in den ausgewählten Bereich aktiviert, die ein langes Suchen in langen Datenaufzeichnungen verhindert. Zusätzlich ist eine Suchfunktion verfügbar, um im gezoomten Signal bestimmte Slot IDs oder Zyklen zu finden. Sämtliche Funktionen können sowohl auf Live-Signale, als auch auf mathematische Funktionen und gespeicherte Signale angewendet werden. Weitere Analyseoptionen für serielle Daten, Jitter Analyse, Power Messungen sowie EMV-Messungen. Die in Matlab, Mathcad oder Visual-Basic erstellten Funktionen lassen sich auf die Anwendungen individuell anpassen.

Spezifikationen für Physical Layer Tests

Neben den FlexRay Trigger- und Dekodier-Funktionen zur Protokollanalyse bietet das Messgerät beispielsweise Compliance Tests an physikalischen Signalen. Mit den jetzt schon verfügbaren Mathematikmodulen sind alle in der FlexRay-Compliance-Test-Spezifikation 2.1.b geforderten Physical-Layer-Tests durchführbar. Hierzu zählen unter anderem Augendiagramm, Timing- und Asymetric-Delay-Messungen. Zusammen mit den Protokoll-Trigger und -Dekodierungmöglichkeiten ist die WaveRunner Xi Serie das erste vollständige Testpaket für die FlexRay-Industrie.

Neben FlexRay-Signalen für Anwendungen in Automotive-Systemen verfügt das Messgerät über Funktionen zur Fehlersuche und zur Analyse von Embedded Systemen. Die Mixed-Signal-Optionen der MS-Serie verfügen über 18 oder 36 digitale Eingänge und lassen sich sehr vielfältig einsetzen. Trigger für serielle Daten und Dekodierungen von Bussignalen wie I2C, SPI UART, RS-232 und LIN können auch mit den digitalen Eingängen durchgeführt werden, was die analogen Kanäle für andere wichtige Signale oder differenzielle Bussignale wie FlexRay und CAN freihält.

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