Meilensteine der Elektronik

Flexible Produktionslinien nutzen Fertigungsressourcen sinnvoll aus

| Redakteur: Johann Wiesböck

Flexible Gerätemontage für Umweltmesstechnik
Flexible Gerätemontage für Umweltmesstechnik (Bild: Bild: Zollner Elektronik)

Um die Betriebsmittel und Produktionsflächen optimal auszulasten, fertigt der EMS-Provider Zollner Elektronik einzelne Geräte und Kleinserien auf flexiblen Produktionslinien. Diese ergonomischen Montagearbeitsplätze lassen sich in weniger als 30 Minuten für einen Produktwechsel umrüsten.

„Eine durchdachte und vorausschauende Einteilung der Produktionsaufträge hilft uns, Fertigungsbereiche sinnvoll auszulasten. Dadurch können wir flexibel, mit kurzer Vorlaufzeit, in hoher Qualität und wirtschaftlich auf die Wünsche unserer Kunden reagieren“, sagt Alois Mahr, Leiter Elektronik Process Engineering bei der Zollner Elektronik AG, Deutschlands größtem EMS-Unternehmen.

Das Vorhalten von einzelnen Fertigungslinien, die speziell auf ein Produkt oder eine Produktfamilie ausgelegt sind, ist bei geringen Produktionsmengen und im Projektgeschäft oft nicht wirtschaftlich. Neben den hohen Einmalkosten für die Planung und Gestaltung produktspezifischer Arbeitsplätze entstehen durch spezielle Anbauten an Montagetischen, Regalen und Transportmitteln häufig starre und unflexible Arbeitssysteme. Bei schwankenden oder rückläufigen Produktionsmengen zeigt sich häufig folgendes Problem: Die Fertigungsbereiche können nicht voll ausgelastet werden, belegen aber wertvolle Produktionsfläche und Betriebsmittel.

Um auch in der Einzel- und Kleinserienfertigung von Geräten und Systemen auf schwankende Kundenabrufe und individuelle Fertigungsaufträge reagieren zu können, haben die Prozessplaner nach Lösungen gesucht, wie die vorhandenen Fertigungsressourcen effektiv genutzt werden können.

Produktionslinien kurzfristig planen und umsetzen

Ziel im Hause Zollner Elektronik ist es, flexible Produktionslinien für die Geräte- und Systemfertigung zu gestalten, die sich mit kurzer Vorlaufzeit planen und realisieren lassen.

Mit den flexiblen Produktionslinien werden folgende Ziele erreicht:

  • Erhöhung der Betriebsmittelauslastung
  • Erhöhung des Flächennutzungsgrades
  • Flexibilität und modulare Erweiterbarkeit der Fertigungssysteme
  • Standardisierung der Betriebsmittel
  • Optimierung des Planungsprozesses für Kleinserienproduktion und Projektgeschäft
  • Ergonomische Arbeitsbedingungen
  • Kurze Umrüstzeiten von weniger als 30 Minuten für einen Produktwechsel
  • Geringe Einmalinvestitions- und laufende Kosten

„Dabei verzichten wir keinesfalls auf eine günstige Arbeitsplatzgestaltung oder optimale Bereitstellung der Materialien und Werkzeuge“, betont Mahr. Alle hier verwendeten Betriebsmittel werden neben ihren funktionellen Eigenschaften auch nach ergonomischen Gesichtspunkten betrachtet und optimiert. Die Prozessplaner haben einen Standardkatalog mit definierten Betriebsmitteln erarbeitet, aus denen die flexiblen Fertigungsbereiche individuell zusammengestellt werden

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