Elektronikfertigung - Anwenderbericht

Flexible Inspektion bei hohen Taktraten

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Schrägblick verschafft Durchblick

Das Qualitätsversprechen sollte auch bei hohem Durchsatz und häufig wechselnden Produktgruppen eingehalten werden. Aus diesem Grund hat man sich für ein inline-fähiges AOI-System entschieden. Mit dem Advanced Line konnte die automatische optische Inspektion in die Fertigungslinie integriert werden, welches die hohen Taktraten handhaben kann, und bei Bedarf schnell auf eine neue Produktgruppe umgestellt werden kann. Neben der hohen Geschwindigkeit im Dauerlauf war das integrierte Schrägblickmodul „Chameleon“ ausschlaggeben für die Anschaffung.

„Einige Baugruppen waren mit konventionellen Methoden nicht mehr sicher zu inspizieren“, sagt Anja Schulzke, Teamleiterin SMD-Fertigung. Speziell bei QFN-Bauteilen und Aufliegern sind Lötstellen durch reine Draufsicht kaum erkennbar. Das Besondere an der Schrägblickfunktion „Chameleon“ im AOI-System ist die Rotation der Kamera. Dadurch ist eine 360°-Fehler­erkennung der Bestücksituation möglich, auch von Lötstellen, deren Sichtfeld durch höhere Bauteile verdeckt ist.

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„Der Schrägblick gibt uns zusätzliche Sicherheit“, meint Anja Schulzke. „Dadurch finden wir Fehler, die wir früher nicht gesehen haben. Somit können wir viel früher reagieren, als wenn es erst im finalen Funktionstest auffällt.“

Einfache Bedienung und Programmierung

Die einfache Bedienung und Programmierung des Advanced Line ist für die Bediener ein besonders positiver Aspekt. „In unserem Drei-Schicht-Betrieb ist Flexibilität besonders wichtig. Das Advanced Line mit seiner Software PILOT AOI ist einfach zu programmieren und bietet uns eine intuitive, verständliche Oberfläche – in deutscher Sprache.

Auch Sondertests sind einfach zusammenzustellen, dabei haben wir viele Variationsmöglichkeiten“, erklärt Alexander Trofimow, AOI-Programmierer bei Würth Elektronik ICS. Der Bediener des AOI-Systems wirkt rundum zufrieden. „Das AOI ist sehr wartungsarm. Und wenn doch einmal etwas ist, fühlen wir uns von den Göpel-Mitarbeitern fachlich bestens beraten.“

* Matthias Müller ist PR-Verantwortlicher bei Göpel electronic.

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