Optische Sensoren von First Sensor heben ab

17.10.2016

Im Juni sendete das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) mit BIROS den zweiten Satelliten ihrer FireBIRD-Mission ins All. Die beiden FireBIRD-Kleinsatelliten wurden unter der Leitung des DLR-Instituts für Optische Sensorsysteme in Berlin entwickelt. Sie sind mit hoc

Im Juni sendete das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) mit BIROS den zweiten Satelliten ihrer FireBIRD-Mission ins All. Die beiden FireBIRD-Kleinsatelliten wurden unter der Leitung des DLR-Instituts für Optische Sensorsysteme in Berlin entwickelt. Sie sind mit hochsensiblen Hotspot-Sensorsystemen für die Brandfrüherkennung aus dem All ausgestattet. Zentrale CCD- und Elektronikkomponenten dafür hat die First Sensor Lewicki GmbH, 100%ige Tochter des deutschen Sensorspezialisten First Sensor AG, bereits vor über 10 Jahren im Rahmen der Mission MARS 96 und später Mars Express entwickelt, produziert und geliefert. BIROS kann seine hochempfindlichen Sensoren gezielt auf kleinere Regionen auf dem Erdball ausrichten und liefert so Infrarotbilder von bisher unerreichter Auflösung. Hiermit lassen sich erstmals selbst heiße Schornsteine und wenige Quadratmeter große Feuerstellen aus dem All erkennen. So können Feuer auch in entlegenen Gebieten und bereits lange vor ihrer großflächigen Ausbreitung entdeckt und besser bekämpft werden.

„Die verheerenden Brände in der kanadischen Provinz Alberta lieferten einen bedrückenden Beweis für die Sinnhaftigkeit der Brandfrüherkennung aus dem All. Wir sind stolz darauf, mit unserem Know-how und unseren hochempfindlichen optischen Sensoren einen Beitrag für die FireBIRD-Mission des DLR leisten zu dürfen”, so Walter Nadig, Sales Manager der First Sensor Lewicki GmbH.

FireBIRD ist eine nicht-kommerzielle Tandemmission des DLR mit zwei hochspezialisierten Kleinsatelliten, die nur 60 x 60 x 80 cm groß und 120 bis 140 Kilogramm schwer sind. Mitte Juni 2013 wurde mit TET-1 der erste der FireBIRD-Satelliten erfolgreich vom russischen Raumfahrtbahnhof Baikonur ins All gesendet. Im Juni 2016 wurde nun mit BIROS der zweite Satellit für die Erdbeobachtung vom indischen Launch-Provider ISRO-ANTRIX auf einer Umlaufbahn in etwa 500 Kilometer Höhe ausgesetzt. An Bord von TET-1 und BIROS befinden sich hochempfindliche Sensoren, mit denen sich heiße Flächen (hot spots) mit bisher unerreichter Auflösung erkennen und lokalisieren lassen.