Aufgedeckt Felix Baumgartners Druckanzug

Redakteur: Peter Koller

Einen Blick ins normalerweise versteckte Innenleben technischer Geräte und Apparaturen wirft die Redaktion der ELEKTRONIKPRAXIS in der Rubrik "Aufgedeckt". Dieses Mal: Der Druckanzug des Rekord-Fallschirmspringers Felix Baumgartner.

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Der Moment des Ausstiegs in 39 Kilometern Höhe
Der Moment des Ausstiegs in 39 Kilometern Höhe
(Red Bull/Stratos)

Mit dem Sprung aus 39.045 Meter Höhe, bei dem er als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrach, hat der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner am 30. Oktober Geschichte geschrieben.

Der Sprung erfolgte auf den Tag genau 65 Jahre, nachdem der legendäre US-Testpilot Chuck Yeager erstmals kontrolliert die Schallmauer in einem Raketenflugzeug durchbrochen hatte.

Mehr über das Innenleben elektronischer Systeme in unserer Bildstrecke Aufgedeckt

Ohne Hightech hätte Baumgartner sein Abenteuer aber kaum überlebt. Insbesondere sein Druckanzug wurde speziell auf die Anforderungen des Rekordsprungs hin konstruiert. Er wurde von der David Clark Company entwickelt, die bereits im zweiten Weltkrieg die ersten Druckanzüge für Kampfpiloten entwickelt hat. Neben der Schutzfunktion war er auch Kameraplattform zur Dokumentation des Sprungs.

Dazu war Baumgartners Raumanzug auch mit einem hochpräzisen GPS-System ausgestattet, das seine Daten auf eine versiegelte microSD-Karte geschrieben hat. Die Karte wurde anschließend von der Federation Aeronautique Internationale (FAI) zur Bestätigung der drei von Baumgartner erzielten Weltrekorde ausgewertet.:

  • Die höchste erreichte Geschwindigkeit im freien Fall: 1342,8 km/h
  • Der Absprung aus größter Höhe: 39.045 Meter
  • Der höchste bemannte Ballonflug: siehe oben
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