High-Speed-Steckverbinder Feldkonfektion ist ein Muss

Redakteur: Kristin Rinortner

Moderne Automationslösungen überwinden die Grenzen zwischen Feldbus- und Kommunikationsnetzwerken. Der Einsatz von High-Speed-Steckverbindern spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der Terminus „High-Speed“ bezieht sich hier nicht nur auf die Datenrate von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde, sondern auch auf die Feldkonfektionierbarkeit.

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Ob Industrial Ethernet oder klassisches Feldbussystem – die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Feldverkabelung steigen. Werden im Büro-Umfeld ohne weiteres vorkonfektionierte Verkabelungssysteme eingesetzt, so muss im industriellen Umfeld der Anschluss oftmals individuell erfolgen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um ein RJ45-, ein M12- oder ein SCRJ-basiertes Verbindungssystem handelt (Aufmacherbild).

Im zukunftsorientierten Industrieumfeld verschwimmen die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Automatisierungssystemen immer mehr. Das „Integrated Automation Network“ bildet die Klammer um die Feldbusapplikationen – die so genannten „Automation Island Networks“ – und integriert weitere Teilnehmer außerhalb der Feldbussysteme. Zusätzlich werden im Automation Island weitere Geräte zur Kommunikation und Datenerfassung eingebunden, die mit hohen Übertragungsraten arbeiten. Was hier zählt, ist die einfache und wirtschaftliche Installation.

Die industrielle Kommunikation erfolgt oft unter rauen Einsatzbedingungen. Der Anwender muss bei der Komponentenauswahl neben den übertragungstechnischen Eigenschaften auch die Umgebungsbedingungen beachten. Findet der Einsatz innerhalb oder außerhalb des Schaltschranks statt? Welche Anforderungen gibt es hinsichtlich Schirmung und Potential-Ausgleich? Diese Faktoren beeinflussen die Zuverlässigkeit des Netzwerks in hohem Maße. Besteht kein ordnungsgemäßes Potential-Ausgleichssystem oder erzeugen EMV-Einflüsse unzulässig hohe Störspannungen, sind optische Verbindungen die bessere Wahl.

Feldkonfektionierung bei Kupfer-basierten Systemen

Unabhängig vom Steckverbinder-System setzen sich die verschiedenen Schnellanschluss-Techniken – wie Quickon, Piercecon oder auch Federkraft – mehr und mehr durch. Sie verdrängen Crimp- und Löt-Anschlussarten und den klassischen Schraubanschluss. Da es sich bei kupferbasierten Ethernet-Systemen um eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit einer Gesamtlänge von maximal 100 m und mehreren Steckstellen handelt, ist die sichere und wirtschaftliche Konfektionierung ein Muss.

Für die kupferbasierte Standard-Installation eignen sich die Steckverbinder RJ45-Quickon, M12-Quickon mit einer Übertragungsrate von 1 Gigabit/s oder die 10 Gigabit-Highspeed-Steckverbinder mit Piercecon- und Quickon-Anschluss.

Die Schnellanschluss-Technik ermöglicht eine wirtschaftliche und sichere Installation ohne spezielle Werkzeuge. Der Einsatzbereich erstreckt sich über alle industriellen Ethernet-Übertragungen – von Ethernet-basierten Feldbussen wie Profinet und Ethernet/IP bis hin zu 10-Gigabit-Ethernet.

Der SCRJ-Steckverbinder des Unternehmens ist der erste Lichtwellenleiter-Steckverbinder in den Schutzarten IP20 und IP67, der sicher und schnell im Feld konfektioniert wird. Dabei spielt die Faserart keine Rolle: ob Polymerfaser, Hard Clad Silica oder Glasfaser – das richtige Werkzeug ermöglicht auch bei sensiblen Techniken einen problemlosen Anschluss.

Die Polymerfaser wird für die industrielle Fast-Ethernet-Verkabelung mit Übertragungslängen bis 50 m eingesetzt, sie findet sich daher oft im maschinennahen Umfeld. Mithilfe des Cut-Tools, einem in Blomberg aktuell entwickeltem Werkzeug, können Polymerfasern im SCRJ-Steckverbinder sicher und wirtschaftlich angeschlossen werden (Bild 2).

Nachdem die Leitung vorbereitet ist, werden beide Fasern mit dem Werkzeug auf die gleiche Länge gebracht und einzeln weiterverarbeitet. Ein speziell entwickeltes Messer schneidet die Stirnfläche so präzise, dass nicht weiter nachgearbeitet werden muss. Auch das exakte Ablängen der einzelnen Adern für die Montage in der Ferrule wird mithilfe des Tools mit wenigen Handgriffen erledigt. Abschließend wird je nach Steckverbindertyp nur noch das Gehäuse montiert.

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