Linux Fedora 25 unterstützt offiziell das Raspberry Pi

Redakteur: Sebastian Gerstl

In die jüngst veröffentliche Fedora 25 Beta Release wurde Unterstützung für ARM7-Kerne integriert. Das Fedora Projekt meldet, dass die RPM-basierte Linux-Distribution damit auch offiziell auf den Einplatinenrechnern Raspberry Pi 2 und 3 lauffähig ist.

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Endlich vereint: Nach einigen inoffiziellen Ablegern unterstützt die Linux-Variante Fedora ab Version Beta 25 nun auch offiziell Armv7-Cores und läuft damit auf den Modellen Raspberry Pi 2 und Raspberry Pi 3.
Endlich vereint: Nach einigen inoffiziellen Ablegern unterstützt die Linux-Variante Fedora ab Version Beta 25 nun auch offiziell Armv7-Cores und läuft damit auf den Modellen Raspberry Pi 2 und Raspberry Pi 3.
(Bild: Fedora Project)

Der Linux-Distribution Fedora mangelte es lange Zeit an einer ordentlichen Unterstützung von ARM-basierten Platzformen. Zwar wurde eine Fedora-Variante namens "Pidora" in den frühen Anfangstagen als ein mögliches Standard-OS für das Raspberry Pi in Erwägung gezogen. Doch schon bald legte sich die Raspberry Pi Foundation darauf fest, statt dessen das Debian-basierte Raspbian zu wählen, und die Pidora-Entwicklung wurde eingestellt. Mit "Fedberry Remix" versuchten einige Fedora-Anhänger später nochmals, die Distribution Fedora 23 auf das Raspberry Pi 2 zu hieven. Doch auch dabei gelang es nicht, einige grundlegende Performance-Schwächen auszubügeln, die einen reibungslosen Ablauf des Betriebssystem auf ARM Cores ermöglicht hätten.

In der nun unlängst erschienenen Fedora 25 Beta wurden diese Schwächen nun adressiert. Der jüngste Release unterstützt nun auch ARMv7-Geräte und läuft damit auf den Plattformen Rasperry Pi 2 und Raspberry Pi 3. Peter Robinson, ein Mitglied des Fedore Release Teams, gibt an, dass Tests auf den entsprechenden Boards sehr zufriedenstellend waren.

Während die Hardwareunterstützung für das Raspberry Pi 2 vollumfassend sein dürfte, gelten für das Raspberry Pi 3 derzeit noch einige Einschränkungen: Fedora 25 Beta unterstützt noch nicht das Onboard-WiFi oder den integrierten BCM43438-Combo-Connectivity-Chip, für schnurlose Konnektivität ist unter Fedora-Einsatz daher weiterhin ein entsprechender USB-Dongle notwendig. Dies macht das Raspberry Pi 3 unter Fedora-Einsatz effektiv "nur" zu einem schnelleren Raspberyy Pi 2. Für den Einsatz von Fedora 25 Beta auf einem Raspberry Pi wird zudem eine Class 10 micro SD von guter Qualität empfohlen.

Derzeit arbeitet noch das Fedora Projekt daran, die Unterstützung für die erwähnte Onboard-Konnektivität auf dem Raspberry Pi sowie die zusätzlicher HATs nachzureichen. Eine Umsetzung auf die ARMv6-SoCs, wie Sie etwa die älteren v1-Modelle oder das Raspberry Pi Zero verwenden, wird es allerdings nicht geben. Eine Übersicht, welches Raspberry Pi Modell welchen ARM-Core verwendet, finden Sie in unserem Beitrag Raspberry Pi A bis Zero, alle 9 Modelle im Überblick.

Wer eine speziell auf ARMv6-Modelle optimierte Linux-Variante haben möchte, den verweist Robinson auf ein alternatives Linux-Projekt namens Pignus.

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