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Fast jeder Dritte Beschäftigte in der Elektrobranche in Kurzarbeit

| Redakteur: Sebastian Gerstl

In fast allen Branchen ist mittlerweile Kurzarbeit angesetzt. Die Verteilung ist dabei jedoch recht unterschiedlich.

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Jeder dritte Mitarbeiter aus dem Maschinenbau ist in Kurzarbeit, so eine aktuelle Studie des Ifo-Instituts.
Jeder dritte Mitarbeiter aus dem Maschinenbau ist in Kurzarbeit, so eine aktuelle Studie des Ifo-Instituts.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link spricht von einer „historisch einmalig großen Zahl an Kurzarbeitern“, die aktuell die deutsche Wirtschaft prägt und vor Entlassungen und Firmenpleiten bewahren soll. Eine Umfrage des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung im Monat Mai zeigt das aktuelle Ausmaß.

Am härtesten betroffen ist mit großem Abstand das Gastgewerbe – hier waren im Mai 2020 796.000 Menschen (72 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten) in Kurzarbeit, gefolgt vom Fahrzeugbau mit 513.000 Menschen (46 %) und dem Autohandel mit 289.000 Menschen (44 %).

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Maschinenbau und Elektrobranche ähnlich betroffen

Weitere von Kurzarbeit betroffene Branchen sind die Metallindustrie – hier befinden sich nach den aktuellen Umfragen 456.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit, was 40 Prozent der Beschäftigten entspricht, 316.000 Angestellte im Maschinenbau (29 %), 243.000 Menschen in den Branchen Chemie, Öl, Pharma, Gummi, Kunststoff und Glas (21 %) und 227.000 Menschen in der Elektrobranche (29 %).

Vergleichsweise wenig betroffen ist das Bauhauptgewerbe mit 22.000 Kurzarbeitern oder 4 Prozent der Beschäftigten, das Finanz- und Versicherungsgewerbe sowie Grundstücks- und Wohnungswesen mit 68.000 Kurzarbeitern (5 Prozent) und die Branche Information und Kommunikation mit 168.000 (15 Prozent).

Nach eigenen Schätzungen rechnet das Ifo-Institut zusätzlich mit 966.000 Kurzarbeitern bei den sonstigen Dienstleistungen (10 Prozent) und mit 301.000 im Ausbaugewerbe (22 Prozent).

Die Schätzungen wurden im Projekt „Monatlicher Nowcast der realisierten Kurzarbeit auf Basis von Unternehmensbefragungen“ erstellt, das vom Bundesministerium der Finanzen gefördert wird.

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