Energieeffizienz und Ökodesign, Teil 6

Externe Netzteile für elektrische und elektronische Geräte müssen sparsamer werden

26.08.2009 | Autor / Redakteur: Dr. Norbert Reintjes* / Johann Wiesböck

Die zentralen Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 278/2009 betreffen die Leistungsaufnahme von Netzteilen bei Nulllast (No-load-Verbrauch) und die durchschnittliche Effizienz und treten in zwei zeitlichen Stufen in Kraft
Die zentralen Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 278/2009 betreffen die Leistungsaufnahme von Netzteilen bei Nulllast (No-load-Verbrauch) und die durchschnittliche Effizienz und treten in zwei zeitlichen Stufen in Kraft

Die Verordnung EG 278/2009 stellt neue Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von externen Netzteilen elektrischen und elektronischen Geräten. Ab dem 27. April 2010 dürfen EU-weit nur noch externe Netzteile in Verkehr gebracht werden, die spezifizierten Verbrauchswerten genügen.

Jedem verkauften Mobiltelefon liegt ein externes Netzteil als Zubehör bei. Das gleiche gilt für eine breite Palette weiterer Produkte von der elektrischen Zahnbürste bis zum Laptop. Beim Kauf dieser Produkte orientiert sich der Kunde an den Eigenschaften des Endgerätes (Primärverbraucher). Die Eigenschaften des Netzteils spielen dabei hingegen i.d.R. keine Rolle. Selbst wenn der Kunde ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Qualität des Netzteils mitbringt, fehlen ihm bei einer Vorauswahl des Endgerätes entsprechende Wahlmöglichkeiten.

Mögliche Bemühungen der Hersteller, besonders energieeffiziente Netzteile einzusetzen, werden somit zumeist nicht hinreichend honoriert. Dabei hat sich auf dem Markt der Netzteile in den vergangenen Jahren einiges getan. Die Kernfunktion der Netzteile, Wechselstrom aus der Steckdose in Wechselstrom oder Gleichstrom niedrigerer Spannung umzuwandeln, leisten lineare Netzteile ebenso wie Schaltnetzteile.

Die vor einigen Jahren noch weit verbreiteten linearen Netzteile werden jedoch anlässlich steigender Rohstoffpreise mehr und mehr von Schaltnetzteilen abgelöst. Letztere kommen nicht nur mit weniger Materialien (z.B. Kupfer, Eisen) aus und sind somit leichter, sondern haben auch eine deutlich höhere Effektivität. Dennoch werden angesichts des starken Preisdrucks in weiten Applikationsbereichen weiterhin externe Netzteile mit vergleichsweise ungünstigen Energieverbrauchswerten vermarktet. Mit der Verordnung (EG) Nr. 278/2009 will die EU-Kommission dem einen Riegel vorschieben.

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