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EXR-Oszilloskop mit acht Eingängen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Die Oszilloskop-Serie EXR von Keysight gibt es mit vier und acht analogen Eingängen. In Kombination lassen sich bis zu 40 Eingänge bereitstellen. Über optionale Hard- und Softwareoptionen lässt sich das Scope anpassen.

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Die EXR-Serie von Keysight bietet zwischen vier und acht analogen Eingängen. Werden mehr als acht Eingänge benötigt, lassen sich durch zusammenschalten von bis zu zehn Geräten maximal 40 Kanäle bereitstellen.
Die EXR-Serie von Keysight bietet zwischen vier und acht analogen Eingängen. Werden mehr als acht Eingänge benötigt, lassen sich durch zusammenschalten von bis zu zehn Geräten maximal 40 Kanäle bereitstellen.
(Bild: Keysight)

Mit seiner EXR-Serie bietet Keysight jetzt ein weiteres Oszilloskop mit acht analogen Eingängen an. Bereits in der MXR-Serie gibt es die Auswahl zwischen vier und acht analogen Eingängen.

Die Serie EXR umfasst insgesamt acht Modelle mit Bandbreiten von 500 MHz, 1 GHz, 2 GHz sowie 2,5 GHz. Dazu stehen dem Anwender wahlweise vier oder acht Eingänge zur Verfügung. Hinzu kommen laut Hersteller verschiedene Hard- und Softwareoptionen, mit dem sich die Oszilloskope an unterschiedliche Messaufgaben anpassen lassen. Bedient wird das Messgerät über einen Full-HD-Touchscreen mit 15,6''.

In das Messgerät integriert sind sieben Messinstrumente: Logik- und Protokoll-Analysator, vierstelliges Digitalvoltmeter, zehnstelliger Zähler, ein Arbiträrgenerator mit 50 MHz sowie ein Frequenz-Analysator mit 50 MHz. Neu hinzugekommen ist der sogenannte Fault Hunter. Hierbei handelt es sich um ein Expertensystem, mit dem sich digitale Systeme inspizieren lassen. Es lässt sich per Knopfdruck auf der Frontseite des Oszilloskops aktiveren. Die notwendigen Kriterien, um eine Signalfehler aufzunehmen, lassen sich individuell einstellen. Dazu gehören beispielsweise positive/negative Glitches, Signalflanken-Steilheiten oder Amplitudenbereiche. Bereits mit dem MSO im Jahr 1996 hatte Keysight verschiedene Messinstrumente in seine Oszilloskope integriert.

Die Testdauer lässt sich zwischen 60 Minuten und 48 Stunden festlegen. Aufgelöst wird mit 200.000 Kurvenformen pro Sekunde und auch nach einer langen Testdauer von 48 Stunden lassen sich mögliche Fehler aus dem Speicher abrufen.

Technische Spezifikationen im Detail

Ein weiterer Vorteil des Oszilloskops ist seine Genauigkeit: Hier liefert Keysight eine Amplitudenauflösung von 10 Bit bzw. mit der Hochauflösung bis 16 Bit, einen ENOB von 9, eine Abtastrate von 16 GS/s für jeden der acht Kanäle, einen Eigenjitter von <118 fs und einen Rauschfaktor von 41 µV (bei 1 mV/div).

Die am Anfang erwähnten optionalen Messfunktionen ermöglichen es, das Oszilloskop auf unterschiedliche Messanforderungen abzustimmen. Beispiele dafür sind:

Messungen an Schaltnetzteilen: Leistung, Schein-/Blindleistung, Leistungsfaktor, Crest Faktor, Phasenwinkel, Stromharmonische, Einschaltstrom, Schaltverluste, Sättigungsspannung an Leistungshalbleitern, Widerstand im eingeschalteten Zustand (RDSon), Bereichsgrenzen für sichere Arbeitszustände, Modulationsanalyse, Ausgangsripple, Ein-/Ausschaltzeiten, Transientenanalyse, Power Supply Rejection Ratio, Control Loop Response, Bode-Diagramm;

Power Rail and PMIC Integrity: Messungen an Geräte-Versorgungsspannungen);

Protocol Layer Testing: Protokoll-Triggerung und -Decodierung erleichtern das Debuggen und Testen digitaler Designs);

Physical Layer Testing: Qualifizierung des Augendiagramms entlang der Signalstrecke bis zum Empfänger (das sich schließende Augendiagramm führt letztlich zu Datenverfälschung bzw. zu Fehlern).

ISI (Intersymbol Interferance): Rauschen und Signaldämpfung sind die wesentlichen Einflussgrößen auf die am Empfänger ankommende Signalqualität. Eine Fehleranalyse hilft die Ursachen ausfindig zu machen.

Mit den optionalen Software-Anwendungen lässt sich das EXR-Oszilloskop erweitern:

  • InfiniiScan Advanced und Zone Triggering,
  • Vertical, Timing und Phase Noise Analysis,
  • Deembedding zur Kompensation der Signaleinflüsse bedingt durch die Messanordnung,
  • Equalization und Crosstalk (Entzerren und Übersprechen) und
  • PAM3- und PAM4-Analyse (Pulse Amplitude Modulation).

Wenn mehr als acht Eingänge notwendig sind

Zudem bietet die EXR-Serie von Keysight die Möglichkeit, bis zu zehn Oszilloskope mit maximal 40 analogen Kanälen zusammen zu schalten. Dazu arbeitet ein Oszilloskop als Master oder die Messgeräte werden mit einem PC per LAN oder USB verbunden und sie liefern die Zeitbasis für alle anderen Oszilloskope. Damit die Oszilloskope über einen PC als Master laufen, ist die Infiniium Offline notwendig. Hierüber lassen sich sämtliche Messungen und Analysen anzeigen und zusätzlich die Einstellungen des Oszilloskop steuern.

Es lassen sich alle Oszilloskope der EXR-Serie mit allen Bandbreiten, vier- oder achtkanalig, miteinander verbinden. Alle so verbundenen Oszilloskope werden automatisch kalibriert.

Video: Das Oszilloskop EXR vorgestellt

Der Messtechnik-Distributor dataTec bietet die Serie EXR ab sofort an.

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