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Wireless-Testset für den Massenmarkt EXM testet bis zu 32 Funk- und WLAN-Geräte

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Für die Massenproduktion interessant ist die Testlösung E6640A EXM von Agilent, die speziell für den asiatischen Markt interessant sein dürfte. Das System testet Produkte mit LTE-Advanced und 802.11ac-WLAN.

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Wireless-Testset bis 6 GHz mit insgesamt vier HF-Ports, davon zwei Voll-Duplex und zwei Halb-Duplex.
Wireless-Testset bis 6 GHz mit insgesamt vier HF-Ports, davon zwei Voll-Duplex und zwei Halb-Duplex.
(Agilent)

Speziell für die Produktionsanwendungen hat Agilent Technologies das Wireless-Testst EXM entwickelt. In seiner Maximalkonfiguration kann das E6640A EXM 32 Zelluarfunk- und WLAN-Geräte gleichzeitig testen. Das Testsystem kann mit bis zu vier voneinander unabhängigen Sende-/Empfangskanälen (TRX) bestückt werden, die jeweils einen vollwertigen Vektorsignalgenerator und Vektorsignalanalysator enthalten. Die Frequenzbandbreite reicht von 380 MHz bis 3,8 oder 6 GHz. Dabei bietet jeder TRX vier HF-Ports, wovon zwei Vollduplex und zwei Halbduplex sind. Das ist nach Agilent-Angaben die höchste Port-Dichte unter allen vergleichbaren Produkten am Markt.

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Agilent Technologies wächst dank Fertigungs-Industrie

Erst war es HP, dann ab 1999 die Ausgründung in Agilent Technologies und im kommenden Jahr 2014 steht dem Messtechnikspezialisten wieder eine Trennung ins Haus und damit verbunden ein neuer Name. Denn dann trennt man sich von der Lifescience-Sparte. Wann es genau dazu kommen wird und wie die Details aussehen werden, dazu schweigt sich das Unternehmen aus. Eines ist jedoch sicher, der Markt für die Messtechnikanbieter wird auch im kommenden Jahr rauer werden. Vor allem wird nach den Worten von Hans-Jürgen Bochtler der Druck aus China weiter zunehmen. Und eines ist ganz klar: Die Trennung von Life-Science ist für den Kunden von Vorteil. Positiv auf das Geschäft von Agilent hat sich auch die Zusammenarbeit mit dem Spezial-Distributor dataTec ausgewirkt. Hier zogen beide Partner ein durchweg positives Resümee. Ein starker Distributor konzentriert sich auf seine Kunden und der Hersteller auf seine Expertise.

Zu den beiden stärksten Märkten gehören nach seinen Worten Deutschland und Russland. Ein wesentlicher Treiber für das Wachstum von Agilent ist die Fertigungs-Industrie. Hingegen schwächelt die Luft- und Raumfahrt. Und der Wireless-Markt, für den Agilent das Testsystem EXM vorgestellt hat, ist in Deutschland eher uninteressant. Hier dürfte das Wachstum eher aus China kommen. Einen Wachstumsmarkt sieht Bochtler vor allem im Halbleitergeschäft. Hier ist es vor allem die in Deutschland starke Automobil-Branche mit ihrer High-End-Elektronik. Aber auch die Forschung- und Entwicklung, konkret Universitäten und Hochschulen sowie die Institute tragen dazu bei, dass neben der High-End- auch die Mid-Range-Messtechnik einen guten Absatz findet.

Für Bochtler wird sich in den nächsten fünf Jahren vor allem der alternative Energiemarkt stark entwickeln. Hier gibt es noch viele Möglichkeiten für einen Messtechnik-Anbieter.

Parallele Tests an bis zu 32 Geräten

Das skalierbare Testsystem bietet vier unabhängige Sende- und Empfangskanäle mit vollwertigen Vektorsignalgenerator und -analysator.
Das skalierbare Testsystem bietet vier unabhängige Sende- und Empfangskanäle mit vollwertigen Vektorsignalgenerator und -analysator.
(Agilent)
Eine weitere Steigerung der Skalierbarkeit und Port-Dichte bringt die Multi-Port-Adapter- (MPA-)Technologie. Damit lässt sich das EXM für parallele Tests an bis zu 32 Geräten konfigurieren. Die Analysebandbreite beträgt 40, 80 oder 160 MHz. Unterstützt werden die Standards von LTE-Advanced bis Zellularfunknetz bis zu 802.11ac mit MIMO-Technologie im WLAN. Ausgestattet ist die Wireless-Testlösung mit einem Quadcore-Prozessor, einem breitbandigen PXIe-Backplane-Bus und einem hochentwickelten Test-Sequenzer. Mit dem EXM lassen sich an einem einzigen erfassten Datensatz unterschiedliche Messungen vornehmen. Die Signalpegelgenauigkeit beträgt ±0,5 dB bei 3,8 GHz und das Grundrauschen bei Empfänger-EMV-Tests -42 dBm für 802.11ac.

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