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Weltrekord Eva Håkansson – mit fast 435 km/h die schnellste Motorradfahrerin der Welt

| Autor: Thomas Kuther

Die Schwedin Eva Håkansson hat mit ihrem selbst gebauten Elektromotorrad KillaJoule einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt: Auf einem der legendären Bonneville-Salzseen im US-Bunddesstaat Utha erreichte sie eine Höchstgeschwindigkeit von 434,9 km/h.

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Eva Håkansson – mit fast 435 km/h die schnellste Motorradfahrerin der Welt.
Eva Håkansson – mit fast 435 km/h die schnellste Motorradfahrerin der Welt.
(Bild: KillaCycle Racing )

Das von der Maschinenbau-Ingenieurin selbst gebaute E-Motorrad wird von einem 400 PS starken Elektromotor angetrieben und bringt nur 700 kg auf die Waage. Es ist 5,6 m lang, 50 cm breit und die Verkleidung besteht zum größten Teil aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Die Energie für den Elektroantrieb liefern Lithium-Nanophosphat-Akkus von A123 Systems mit 400 V und 10 kWh Kapazität.

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Schnell und öko sind kein Widerspruch

Die schnelle Schwedin beschreibt sich selbst als eine Kombination aus Speed-Junkie und Öko-Freak. Sie liebt zwar die Geschwindigkeit, wie sie selbst gesteht, aber noch viel wichtiger als der Weltrekord war ihr die Vorbereitung darauf. Auf die Idee KillaJoule zu bauen brachte die 35-Jährige ihr Öko-Aktivismus, wie sie es selbst ausdrückt:

„Ich wollte zeigen, dass umweltfreundliches Fahren auch schnell sein kann und jede Menge Spaß machen kann. So will ich Leute, die sich nicht so sehr für Fahrzeuge mit niedrigen Emissionen interessieren, auf das Potenzial von Elektrofahrzeugen aufmerksam machen.“

Auch Frauen können exzellente Ingenieure sein

Gerade Geschwindigkeit eignet sich ihrer Meinung nach bestens, die Möglichkeiten eines batteriegetriebenen Fahrzeugs zu demonstrieren. „Schnell ist immer modern“, betont Eva Håkansson. „Ein weiterer Aspekt ist, dass ich mit KillaJoule zeigen konnte, dass Frauen durchaus exzellente Ingenieure sein können. So will ich Mädchen und Frauen für eine Karriere auf technischem oder wissenschaftlichem Gebiet motivieren. Ich muss allerdings auch gestehen, dass es einfach ein verdammt gutes Gefühl ist, mit einem selbstgebauten Fahrzeug einen Geschwindigkeitsrekord gebrochen zu haben.“

Der Geschwindigkeitsrekord im Video:

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