Wasserstofftechnologie Europas größtes Werk für Brennstoffzellen-Stacks eröffnet

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Solidpower hat Europas größtes und weltweit eines der modernsten Werke zur Produktion von Festoxid-Brennstoffzellenstacks (SOFC) in Mezzolombardo, Italien eröffnet. Dort sollen Stacks für Brennstoffzellensysteme und Brennstoffzellenanwendungen in unterschiedlichen Bereichen gefertigt werden.

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Gerald Neuwirth: „Der Markt für Brennstoffzellen wächst weltweit stark. Auf Basis dieser höheren Mengen erwarten wir in den nächsten Jahren weiter sinkende Kosten, was dieser Technologie in vielen Anwendungsbereichen zum Durchbruch verhelfen wird. Solidpower ist weltweit führend bei SOFC Brennstoffzellen und durch sein neues Produktionswerk optimal aufgestellt.“
Gerald Neuwirth: „Der Markt für Brennstoffzellen wächst weltweit stark. Auf Basis dieser höheren Mengen erwarten wir in den nächsten Jahren weiter sinkende Kosten, was dieser Technologie in vielen Anwendungsbereichen zum Durchbruch verhelfen wird. Solidpower ist weltweit führend bei SOFC Brennstoffzellen und durch sein neues Produktionswerk optimal aufgestellt.“
(Bild: Solidpower)

„Der Markt für Brennstoffzellen wächst weltweit stark. Auf Basis dieser höheren Mengen erwarten wir in den nächsten Jahren weiter sinkende Kosten, was dieser Technologie in vielen Anwendungsbereichen zum Durchbruch verhelfen wird“, erläutert Gerald Neuwirth, Solidpower-Geschäftsführer in Deutschland.

Bluegen BG-15 durchdringt den Markt

Mehr als 2.500 Systeme zur Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung (MKW) der Bluegen-Serie wurden bereits erfolgreich installiert. Das Brennstoffzellengerät der aktuellen Generation Bluegen BG-15 arbeitet mit einem elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 57% aus. Bei herkömmlichen, motorischen Anlagen in dieser Leistungsklasse liegen die Wirkungsgrade deutlich niedriger. Aus Sicht des Betreibers eines Bluegen BG-15 bedeutet dies niedrigere Kosten, geringe CO2-Emissionen, kein SOx, kein NOx und keine Partikel-Emissionen. Brennstoffzellen sind darüber hinaus „Wasserstoff-Ready“ und können in Zukunft zu 100% klimaneutral betrieben werden, sobald der dafür notwendige Wasserstoff oder grünes Methan flächendeckend zur Verfügung stehen.

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Brennstoffzellenstack erzeugt dezentral bis zu 13.000 kWh im Jahr

Mit dem Bluegen BG-15 erzeugen Anwender ihren Strom selbst. Verbunden mit dem Gasanschluss erzeugt das Gerät rund um die Uhr Energie. Den günstigen und emissionsarmen Strom können die Kunden entweder direkt vor Ort selbst nutzen oder bei Überschuss gegen eine Vergütung in das Stromnetz einspeisen. So lassen sich dezentral bis zu 13.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen.

Das robuste Design des Brennstoffzellenstacks Bluegen BG-15 ermöglicht erstmalig auch eine Modulation der Leistung. Der Nutzer kann nun die elektrische Leistung zwischen 0,5 und 1,5 kW eigenhändig regeln. Die Steuerung geschieht über eine App oder alternativ über eine Desktop-Applikation: „Ist ein Anwender längere Zeit nicht daheim und verbraucht demnach weniger Energie, kann per App die Leistung leicht modifiziert werden“, erklärt Gerald Neuwirth.

Mikro-KWK als Gamechanger der Energiewende

Das Gerät lässt sich an die Lebensumstände der Nutzer anpassen. Erhöht sich beispielsweise der Strombedarf durch die Anschaffung eines Elektroautos, so kann die elektrische Leistung entsprechend auf bis zu 1,5 kW hochgeregelt werden. Für höheren Energiebedarf lassen sich mehrere Bluegen BG-15 zu einer Kaskade miteinander kombinieren. Auf diese Weise lässt sich die produzierte elektrische Leistung den Kundenbedürfnissen anpassen. Diese Technologien machen das Mikro-KWK zu einem Gamechanger der Energiewende.

Bis zu 40 Prozent Zuschuss

Energieeffizienz lohnt sich – der Einbau der zukunftsfähigen Brennstoffzelle Bluegen BG-15 von Solidpower wird bezuschusst. Bis zu 40% der förderfähigen Gesamtkosten können bei der KfW beantragt werden. Dazu zählen die Kosten für den Wärmeerzeuger und für den Speicher, die Kosten für den Einbau des Systems, die Kosten für den Vollwartungsvertrag in den ersten zehn Jahren und die Kosten für die beratenden Energieeffizienz-Experten. Zusätzlich ist die Stromförderung aus dem KWKG sowie die Erstattung der Energiesteuer für das in der KWK-Einheit verbrauchte Erdgas möglich. Rechnet man die Einsparungen bei der Energieerzeugung durch das neue System mit ein, kann sich die Investition bereits nach weniger als sieben Jahren für den Kunden amortisieren.

Das Maximum an Fördermöglichkeiten ausschöpfen

Um die Umrüstung auf Brennstoffzellen bezuschussen zu lassen ist es notwendig, die KfW-Förderung noch vor dem Beginn der Umbauphase zu beantragen. Für den Endkunden ist also wichtig, sich umfassenden Rat hinsichtlich der richtigen Technologie, der benötigten Wartungsdienstleistungen, der voraussichtlichen Umbaukosten usw. einzuholen, um die korrekte förderfähige Summe zu kalkulieren. Wie Endkunden ihre Förderung bei den korrekten Ansprechpartnern zur richtigen Zeit beantragen und vor allem das Maximum an Fördermöglichkeiten ausschöpfen, darüber geben Mitarbeiter von Solidpower Auskunft.

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