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X-FAB Europas erfolgreichste Foundry hat neuen Prozess für Kfz- und Power-Anwendungen

| Redakteur: Gerd Kucera

Die X-FAB Silicon Foundries Gruppe hat mit einem Umsatzplus von rund 66% ihren Wachstumskurs 2007 erfolgreich fortgesetzt. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 409,9 Mio. US-$ (299,3 Mio. €) gegenüber 246,7 Mio. US-$ (196,6 Mio. €) im Vorjahr.

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Hans-Jürgen Straub: „Wir gehen davon aus, dass unser Wachstum auch 2008 über dem Branchendurchschnitt liegen wird.“
Hans-Jürgen Straub: „Wir gehen davon aus, dass unser Wachstum auch 2008 über dem Branchendurchschnitt liegen wird.“
( Archiv: Vogel Business Media )

X-FAB fertigt im Kundenauftrag analog-digitale integrierte Schaltkreise und verzeichnete 2007 erneut eine hohe Nachfrage nach Mixed-Signal-Technologien für Anwendungen unter anderem im Automobil-, Kommunikations- und Konsumgüterbereich. Ein Höhepunkt des abgelaufenen Geschäftsjahres 2007 war die Erweiterung der X-FAB-Gruppe um den Standort in Dresden. X-FAB Dresden gehört seit 1. April 2007 zum Konsolidierungskreis der X-FAB-Gruppe und hat mit Umsatzerlösen in Höhe von 44,7 Mio. US-$ (32,6 Mio. €) zur positiven Umsatzentwicklung beigetragen.

Das operative Ergebnis konnte um 44% verbessert werden

Das operative Ergebnis beläuft sich 2007 auf 46,7 Mio. US-$ (34,1 Mio. €). Das ist ein Anstieg von rund 44% gegenüber dem Vorjahr mit 32,3 Mio. US-$ (25,7 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern konnte um 65% auf 38,7 Mio. US-$ (28,3 Mio. €) gesteigert werden. Im Vorjahr betrug das Ergebnis vor Steuern 23,4 Mio. US-$ (18,6 Mio. €).

Erstmals in einem Quartal über 110 Mio. US-$

Die Eigenkapitalquote des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt bei rund 60%. Der operative Cashflow beläuft sich auf 62,5 Mio. US-$ (45,6 Mio. €) nach 32,2 Mio. US-$ (25,7 Mio. €) im Vorjahr. Für Forschung und Entwicklung hat die X-FAB-Gruppe 2007 24,9 Mio. US-$ (18,2 Mio. €) aufgewendet. Im Vorjahr waren es 19,3 Mio. US-$ (15,4 Mio. €).

Hans-Jürgen Straub, CEO der X-FAB-Gruppe, konstatiert zur Geschäftsentwicklung: „X-FAB ist kräftig gewachsen und hat 2007 neue Umsatzrekorde erreicht, so waren es erstmals in einem Quartal mehr als 110 Mio. US-$ bzw. im Gesamtjahr über 400 Mio. US-$ Umsatz. Nach den in den letzten beiden Jahren erfolgten Erweiterungen um die Standorte in Kuching (Malaysia) und Dresden steht für uns 2008 die interne Optimierung im Vordergrund. Dennoch gehen wir davon aus, dass das Wachstum der X-FAB-Gruppe auch in diesem Jahr über dem Branchendurchschnitt liegen wird.“

Starkes Wachstum auch im ersten Quartal 2008

Indes meldet die X-FAB Silicon Foundries für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres Umsatzerlöse in Höhe von 119,1 Mio. US-$ (79,5 Mio. €). Das Umsatzplus gegenüber dem Vorjahreszeitraum beläuft sich auf 39,5% und liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt. Ohne X-FAB Dresden liegt das Umsatzwachstum bei rund 23%.

Das operative Ergebnis (EBIT) verzeichnet im ersten Quartal mit 16,8 Mio. US-$Dollar (11,2 Mio. €) einen Anstieg von 88,8% zum Vorjahresquartal. Die EBIT-Marge konnte damit auf über 14% gesteigert werden.

Straub dazu: „Gemessen an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der schwächer werdenden Nachfrage sind die Ergebnisse des ersten Quartals außerordentlich gut. Für das zweite Quartal erwarten wir eine deutliche Abschwächung.“

Neuer 0,18-µm-Prozess für Kfz und Power Management

Thomas Hartung: XH018 hat eine Vielfalt aktiver und passiver Schaltungselemente, um den verschiedensten Entwicklungsanforderungen an Analog/Mixed-Signal-Schaltkreise zu genügen.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Um den gegenwärtigen Erfolg zu sichern und die Marktposition weiter auszubauen ist jetzt ein neuer Prozess nutzbar, der mit XH08 bezeichnet ist. „Diese 0,18-µm-Hochvolt-Analog/Mixed-Signal-Plattform XH018 ist eine Foundry-Architektur mit der am Markt geringsten Anzahl von Ebenen, was bedeutet, dass mit XH08 sehr komplexe Lösungen möglich sind, doch zu den geringsten Kosten.“

„Als kosteneffizientester modularer Analog/Mixed-Signal-Prozess der Foundry-Industrie bietet XH018 integrierte digitale, analoge, Hochvolt- und nichtflüchtige Speicheroptionen“, konstatiert Thomas Hartung, Vice President Sales & Marketing X-FAB Group, „diese Kombination entspricht den Entwicklungsanforderungen hochmoderner Analog/Mixed-Signal- und Hochvolt-Schaltkreise und erlaubt den Foundry-Kunden, ihre Lösungen im Hinblick auf die Kosteneffizienz zu optimieren, indem sie ausschließlich die Optionen auswählen, die ihren spezifischen Erfordernissen entsprechen. Mit Hilfe dieses neuen Prozesses können sie wettbewerbsfähige, kleinere Schaltkreise erstellen und ihre analoge IP für verschiedene Entwicklungsprojekte wieder verwenden.

Integrierter Sonos-NVSRAM hat außerordentlich kompakte Abmessungen

Der neue Prozess umfasst eine große Vielfalt von aktiven und passiven Schaltungselementen um den verschiedensten Entwicklungsanforderungen an Analog/Mixed-Signal-Schaltkreise zu genügen. Dazu gehören isolierte NLDMOS- und PLDMOS-Transistoren. Der Einschaltwiderstand des NLDMOS beträgt nur 60 Milliohm mal Quadratmillimeter bei einer Durchbruchspannung von 50 V. Der Prozess bietet außerdem Verarmungs- und Bipolar-Transistoren, MOS-Transistoren mit Druchbruchsspannungen von 10 und 15 V sowie MIM-Kapazitäten, Poly-Widerstände mit 8 Kiloohm pro Quadrat an.

Bei den typischen, für Analog/Mixed-Signal-Anwendungen verwendeten Speichergrößen, hat der integrierte Sonos-NVSRAM extrem kompakte Abmessungen und ist damit kleiner als vergleichbare EEPROM-Lösungen. Hartung: „Der für seine Zuverlässigkeit bekannte Sonos-Speicher erfüllt außerdem die hohen Anforderungen der Automobil-Qualitätsstandards.“

Nur sieben Masken mehr als der digitale Basisprozess

Jens Kosch: „Es gibt die Analog/Mixed-Signal-Plattform XH018 ab sofort für die Massenfertigung mit großen Stückzahlen im Werk Sarawak in Malaysia.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Für die Hochvoltoptionen werden fünf Masken benötigt, für den Sonos-NVM zusätzlich zwei. Somit erfordert eine vollständig integrierte Lösung mit digitalen, analogen, Hochvolt- und NVM-Optionen nur sieben Masken mehr als der digitale Basisprozess. Der Prozess wird durch X-FABs digitale Bibliotheken mit Gatterdichten bis 115K Gattern pro Quadratmillimeter unterstützt. Weiterhin sind analoge Standardzell-Bibliotheken in der Entwicklung. Sie werden im Laufe des Jahres bereitgestellt.

Dazu Dr. Jens Kosch, Chief Technology Officer bei X-FAB: „Die Anforderung unserer Kunden war es, einen Hochleistungsprozess nutzen zu können, der wettbewerbsfähige Designs ermöglicht. Mit einem Designsupport, welcher es ihnen erlaubt, schnelle Marktreife zu erzielen. Wir erfüllen diese Bedürfnisse mit dem 0,18-µm-Analog/Mixed-Signal-Prozess XH018 mit integrierten Hochvolt- und NVM-Optionen und unserem Designsupport. Neben den Designkits kommen analoge, digitale und I/O-Bibliotheken sowie IP-Blöcke und die Unterstützung durch unsere Hotline hinzu.“

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