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Europäisches Forschungsnetzwerk: 15 Jahre ECPE – 15 Jahre Innovation

| Redakteur: Gerd Kucera

180 Mitglieder der Mitgliedsfirmen bilden das Europäische Forschungsnetzwerk ECPE. Der Innovation Award, der Students Day, das SiC & GaN User Forum und weitere Aktivitäten sind erfolgreich.

Bild 1: In allen Bereichen der Leistungselektronik-Anwendung begünstigt das ECPE die Technologieentwicklung, unterstützt die Aus- und Weiterbildung und fördert den Nachwuchs.
Bild 1: In allen Bereichen der Leistungselektronik-Anwendung begünstigt das ECPE die Technologieentwicklung, unterstützt die Aus- und Weiterbildung und fördert den Nachwuchs.
(Bild: ECPE/Prof. März (Fraunhofer IISB))

Als im Jahr 2003 das Europäische Forschungsnetzwerk für Leistungselektronik (ECPE European Center for Power Electronics e.V.) mit Sitz in Nürnberg von den acht führenden Unternehmen Infineon Technologies, SEMIKRON Elektronik, EPCOS, Siemens, STMicroelectronics, Conti Temic microelectronic, NMB-Minebea und SEW-EURODRIVE gegründet wurde, ahnten nur wenige Akteure der Branche, dass sich das Netzwerk so erfolgreich entwickeln wird mit heute 180 Mitgliedsorganisationen, davon 85 Industrieunternehmen, die über ihren Mitgliedsbeitrag im ECPE e.V. eine nachhaltige Finanzierung des Netzwerks sicherstellen.

Dazu kommen 95 Universitäts- und Forschungsinstitute, darunter allein 8 Fraunhofer-Institute, die dem Forschungsnetzwerk als sogenannte ECPE Competence Center angehören.

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Thomas Harder, der seit 2003 Geschäftsführer des ECPE ist, erinnert sich: „Es war eine große Herausforderung, den Stellenwert der Leistungselektronik deutlich zu machen. Trotz der schon damals vielfältigen Einsatzgebiete hatte die Leistungselektronik ein Image-Problem.

Studierende und Berufseinsteiger in der Elektrotechnik fanden diese Technik-Disziplin weniger anziehend als die Telekommunikation oder etwa die Nanotechnologie. Und in Forschungs-Förderprogrammen kam die Leistungselektronik kaum vor; die Akteure mussten ihre Forschungsthemen in allgemeinen Programmen der Werkstoff- oder Elektronikforschung platzieren.

Aber getrieben durch die Megatrends zur Steigerung der Energieeffizienz, zum Einsatz erneuerbarer Energien und dann später zur Elektromobilität hat sich die Bedeutung der Leistungselektronik sowie deren Wahrnehmung stark verändert. Das Thema ist aus der Nische ins Rampenlicht gerückt.

Als industriegeführtes Forschungsnetzwerk, das die Wertschöpfungskette der Leistungselektronik von den Materialien und Komponenten bis hin zu den Systemen und Anwendungen der Leistungselektronik abdeckt, stärkt ECPE die Zusammenarbeit zwischen der Leistungselektronikindustrie und den Hochschul- und Forschungsinstituten auf europäischer Ebene. Das von den Gründern entwickelte ECPE-Konzept mit den Tätigkeitsschwerpunkten der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung, der Aus- und Weiterbildung sowie der Öffentlichkeitsarbeit auf dem Gebiet der Leistungselektronik in Europa trägt noch heute.

Als eine europäische Technologie- und Innovationsplattform betreibt ECPE ein netzwerkinternes Programm der industriefinanzierten Gemeinschaftsforschung und erstellt Forschungs- und Technologie-Roadmaps für eine strategische Forschungsagenda mit den Forschungseinrichtungen gemäß den Anforderungen der europäischen Leistungselektronik-Industrie. Das vielfältige Aus- und Weiterbildungsprogramm des ECPE umfasst ein breites Spektrum an aktuellen Themen, wobei mit den angebotenen Workshops und Schulungen gezielt Ingenieure aus der Industrie angesprochen werden sollen.

Die Lobby-Arbeit zielt einerseits auf öffentliche Förderprogramme für die Leistungselektronik-Forschung und andererseits auf die Nachwuchswerbung für Leistungselektronik-Ingenieure ab. Im ECPE-Programm „Young Engineers Needed“ gibt es eine Vielzahl von Aktionen vom Schülerwettbewerb mit programmierten Robotern, über den ECPE Students Day im Rahmen der PCIM Europe bis hin zur European PhD School. Ein weiteres Angebot ist das Job Forum auf der ECPE-Webseite als Service für Mitgliedsfirmen und Competence Centre.

Ein weiteres Highlight stellen die Roadmapping-Programme dar, die im Netzwerk organisiert werden. Aktuell läuft ein Programm zur Identifikation von Leitanwendungen für die neuen Wide-Bandgap Leistungshalbleiter SiC und GaN.

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