IoT-Studie Euphoriebremse für das Internet der Dinge

Redakteur: Franz Graser

Eine Gruppe litauischer Forscher tritt beim Internet of Things (IoT) auf die Euphoriebremse: Zwar sei das Internet der Dinge in der Lage, viele Industriezweige zu revolutionieren. Man dürfe aber die rechtlichen, technischen, und praktischen Aspekte und vor allem die Benutzer nicht aus dem Auge verlieren.

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Tragbare Geräte wie zum Beispiel Smartwatches gelten als Vorboten des Zeitalters des Internet of Things. Doch rechtliche und vor allem praktische Aspekte könnten den Vormarsch des IoT aufhalten.
Tragbare Geräte wie zum Beispiel Smartwatches gelten als Vorboten des Zeitalters des Internet of Things. Doch rechtliche und vor allem praktische Aspekte könnten den Vormarsch des IoT aufhalten.
(Bild: jozefmicic - Fotolia.com)

Die beiden Wissenschaftler Aelita Skarzauskiene und Marius Kalinauskas von der Mykolas-Romeris-Universität in Vilnius schreiben im International Journal of Innovation and Learning: „Die Anwendung von Dingen, die über Netzwerke verbunden sind, könnten viele Industrie- und Dienstleistungszweige revolutionieren und damit viele Dienste und Administrationsmethoden erschließen, die auf Informationstechnik basieren.“

Das Forscherduo bezieht sich in seiner Studie auf eine Prognose der International Telecommunication Union, die vorhersagt, dass bis zum Ende des laufenden Jahres mehr als 6,5 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein werden. Drei Viertel der Weltbevölkerung würden Zugang zum Internet haben. Dies eröffne viele geschäftliche Chancen und würde vielen Menschen auch eine höhere Lebensqualität ermöglichen.

Die litauischen Forscher studierten nun einige praktische Anwendungsfälle des IoT und kamen zu dem Ergebnis, dass es zahlreiche Faktoren gibt, die das Potenzial und die Anwendbarkeit des IoT wenigstens empfindlich einschränken können. Dazu zählen sie die Technik selbst und deren Implementierung, rechtliche Vorschriften, Datenschutzbedenken, Kosten und last but not least den Wert solcher Applikationen für die jeweiligen Anwender.

Diese Punkte, so Skarzauskiene und Kalinauskas, müssten alle sorgfältig diskutiert und abgewogen werden, damit der Nutzen, aber auch die Gefahren des Internets der Dinge besser verstanden werden können.

Die Forscher fordern deshalb interdisziplinäre Studien, die nicht nur Techniker einbeziehen, sondern auch geschäftliche und soziale Aspekte berücksichtigen. Diese seien nötig, damit die Dienste und Techniken des IoT die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen können.

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