Ein Licht für jeden Zweck Es kommt auf die Lichtaufgabe an

Autor / Redakteur: Klaus Wammes * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Neben klassischen Lichtquellen wird die LED die Zukunft dominieren. Doch ist für viele Anwendungen die Frage interessanter, was mit dem Licht erreicht werden soll. Denn der Einsatz einer Lichtquelle ist immer von der speziellen Anwendung abhängig.

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Professionelle Anwender von hochwertigen Lichtquellen stehen vor großen Herausforderungen. Alte Lichtquellen werden zukünftig nicht mehr verfügbar sein, alternative Lichtquellen sind aber in Nischenmärkten schwer identifizierbar oder erst gar nicht verfügbar. Die größten Erwartungen in Bezug auf alternative Lichtquellen werden an LED und plasmabasierende Lichttechnologien gestellt.

Ob eine bestimmte Lichttechnologie sich für eine spezielle Anwendung qualifiziert, hängt immer davon ab, wie gut sie die Kombinatorik der Erfordernisse des jeweiligen Anwendungszwecks tatsächlich erfüllt. Eine One-fits-all-Lichttechnologie für alle Anwendungsfälle wünschen sich zwar alle – es gibt sie aber leider nicht. Deswegen sollte bei der Betrachtung einer Lichtaufgabe genauer hingesehen werden, welche Technologie sinnvollerweise eingesetzt werden sollte.

Die Wammes-Gruppe beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Lichttechnologien und hat für bestimmte Märkte eine eigene Lichttechnologie entwickelt. Die plasmabasierende Lichttechnologie e³, was für Energy-Efficient-Excitation steht, findet seit Jahrzehnten Einsatz in Investitionsgütern. Im Investitionsgütermarkt sind neben dem Außeneinsatz auch eine lange Lebensdauer, Verfügbarkeit, erweiterter Temperaturbereich, Dimmung, Farbtreue, Farbwiedergabe, Abstrahlcharakteristik, Effizienz, Recyclingfähigkeit sowie langfristige Verfügbarkeit von zentraler Bedeutung.

Hier ist es wichtig zu verstehen, dass es nicht immer nur auf eine dieser Eigenschaften im Feld ankommt, sondern auf die Kombinatorik. Weitere Anforderungen variieren je nach Anwendungsgebiet. So ist in manchen Bereichen schon das Objekt „Leuchte“ an sich ein Problem, weil es zu viel Platz einnimmt.

Komplette Lichtquelle bis auf Materialebene

Bei der Display-Hinterleuchtung etwa steckt es schon im Begriff, dass das Lichtobjekt hinter der LCD-Anzeige zurücktreten soll. Die Hinterleuchtung von Displays im Cockpit von Zügen oder Flugzeugen muss zudem kompakt genug sein, um auf begrenztem Raum verbaut werden zu können, sie muss Schocks und Vibrationen aushalten, darf nie ausfallen und muss auch bei hellem Umgebungslicht ausreichend hohe Helligkeiten zur Verfügung stellen. Hohe Helligkeiten bedeuten jedoch viel Energie in einem kompakten System. Deswegen spielt die Effizienz eine übergeordnete Rolle, da eine zu hohe Erwärmung des Displays die Ablesbarkeit nicht mehr gewährleistet. Die Wammes-Gruppe ist in der Lage, bis auf Materialebene eine komplette Lichtquelle speziell für den Anwendungsfall zu entwickeln.

Anderes Beispiel: Im Flaschen-Rücknahmeschacht der in Supermärkten üblichen Pfandautomaten wird Licht benötigt. Dieses muss nicht so hell sein wie eine Display-Hinterleuchtung und auch nicht dimmbar. Dafür sind aber Vibrationstoleranz, eine möglichst geringe Ausdehnung des Leuchtmittels und ein möglichst geringer Schattenwurf vonnöten, damit der Sensor des Automaten die Flaschen fehlerfrei erkennt. Die Hersteller von Zügen, Hubschraubern und Pfandautomaten haben drei Gemeinsamkeiten.

Erstens ist Lichttechnik nicht ihre Kernkompetenz, sie benötigen aber Licht einer ganz bestimmten Qualität für ihre technischen Anforderungen. Zweitens sind sie als Hersteller von Investitionsgütern bereit und in der Lage, in eine fundierte Analyse und anschließend eine individuelle Lösung zu investieren, die eine lange Lebensdauer ihrer Produkte sichert und ihnen ein Alleinstellungsmerkmal am Markt verschafft. Und drittens ist für sie nicht entscheidend, wie das leuchtende Objekt aussieht und auf welcher Technologie es basiert. Was zählt, ist die Qualität des Lichts und der darauf beruhenden Gesamtlösung, die Langlebigkeit und die langfristige Verfügbarkeit der Komponenten.

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