Akkutechnologien Erste serienreife Batterie ohne Kobalt

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Svolt Energy Technology mit Hauptsitz in China hat die nach eigenen Angaben weltweit erste serienreife Batterie ohne Kobalt (NMX) vorgestellt.

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Der Svolt-Stand auf der Chengdu Motor Show: dort hat das Unternehmen die erste serienreife Batterie ohne Kobalt vorgestellt.
Der Svolt-Stand auf der Chengdu Motor Show: dort hat das Unternehmen die erste serienreife Batterie ohne Kobalt vorgestellt.
(Bild: Svolt)

Das erste Fahrzeug, das von der kobaltfreien Batterie profitiert, der ORA Cherry Cat von Great Wall Motors, wurde auf der diesjährigen Chengdu Motor Show ausgestellt. Der in den ORA Fahrzeugen montierte kobaltfreie Hochvoltspeicher verwendet standardisierte MEB-Module, die Wärmedämmungsmaterialien in Luft- und Raumfahrtqualität enthalten und besticht durch sein Lightweight-Design.

ORA-Prototyp auf 800.000 km getestet

Seit 2020 wird der kobaltfreie Hochvoltspeicher (Pack) im ORA-Prototyp auf den Straßen einem Härtetest unterzogen. Auf über 800.000 km konnte die Batterie die umfangreichen Leistungs- und Sicherheitstests bestehen. Die kobaltfreie Batterie mit einer Kapazität von 82,5 kWh hat eine Energiedichte von 170 Wh/kg. Unter normalen Temperaturbedingungen schafft der ORA Cherry Cat eine Reichweite von mehr als 600 km, mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 5 s. Zusätzlich ist die Wasser- und Staubdichtigkeit nach IP67 zertifiziert.

65 Millionen Euro Investition in F&E-Arbeit zahlt sich aus

Um die NMX-Batterien zur Serienreife zu bringen, hat SVOLT mehrere Jahre intensiv in die kobaltfreie Forschungs- und Entwicklungstechnologie investiert. Mehr als 65 Mio. € flossen in die Forschung und Entwicklung der neuen Technologie. 1.200 Mitarbeitende in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie 120 ausgewiesene Material- und Batterieexperten waren an der Entwicklung beteiligt.

Kobalt wird in einigen Jahren knapp

„Die Verfügbarkeit von Kobalt ist ein wichtiges Thema, da die weltweiten Reserven auf nur circa 7,1 Millionen Tonnen geschätzt werden“, betont Kai-Uwe Wollenhaupt, President Svolt Europe & Vice President Svolt Energy Technology. „Kobalt wird in einigen Jahren also knapp werden, wodurch der Preis entsprechend weiter steigen wird. Deshalb hat es sich Svolt zum Ziel gesetzt, innerhalb der Batterieindustrie mittels seiner innovativen und vorrausschauenden Forschungs- und Entwicklungsarbeit weiterhin eine Führungsrolle einzunehmen. Aus diesem Grund sind wir besonders stolz auf unsere leistungsfähigen und wettbewerbsfähigen Batteriezellen ohne Kobalt. Wir betrachten sie als einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Elektromobilität.“

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