Es klappt nur mit Branchenwissen

ERP in der Elektronikfertigung

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Anton Hacklinger berichtet: „In dieser Situation kam es auf der Messe SMT/HYBRID/PACKAGING in Nürnberg zum ersten Kontakt mit Andreas Koch, dem Geschäftsführer des Beratungs- und Software-Unternehmen Perzeptron. Deren ERP-Branchenlösung für die Elektronikindustrie schien die Defizite anderer Systeme systematisch zu kompensieren.“

Gemeint ist MiG (Materialwirtschaft im Gleichgewicht), ein Softwarewerkzeug zur Unterstützung der Produktionsplanung und Steuerung der Materialwirtschaft, das auf die spezifischen Bedürfnisse von OEM und EMS der Elektronikindustrie zugeschnitten ist. Als eigenständiges Zusatz-Tool kann MiG ohne großen Aufwand an bestehende ERP-Systeme angebunden werden.

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Für Perzeptron-Geschäftsführer Andreas Koch war die Situation bei High Q keine Neuheit. Die materialwirtschaftlichen Charakteristika der Elektronikindustrie waren der Ausgangspunkt für die Produktentwicklung von MiG gewesen. Typisch für die Elektronikbranche sind komplexe, zumeist mehrstufige Produktions- und Materialwirtschaftsprozesse und eine äußerst anspruchsvolle Einkaufssituation. Flexible Lieferfähigkeit und die Minimierung der Kapitalbindung durch Bestände von Halbfabrikaten und Produkten sind zentrale, widerstreitende Forderungen, die in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen sind. In dieser dynamischen Situation stoßen Standard-ERP-Lösungen in ihrer Leistungsfähigkeit schnell an Grenzen.

Andreas Koch: „In der Elektronikindustrie ist die generelle Planungssicherheit das A und O. Im Detail geht es um Szenarien wie den Umgang mit kunden- oder lieferantenseitigen Terminverschiebungen oder kurzfristigen Engpässe durch Fehlteile. Dazu kommt das Problem der unerwünschten Kapitalbildung. Genau bezüglich dieser Anforderungen werden aber die allermeisten Standard ERP-Systeme als ungeeignet eingeschätzt.“

Mit Funktionen wie „Lieferübersicht“, „Fertigungsübersicht“, „Engpassbetrachtung“ und „Bestandsoptimierung“ verkürzt MiG die Laufzeit von Aufträgen und sichert die Lieferfähigkeit durch frühzeitige Identifikation von Engpässen. Es sorgt für ein ausgeglichenes Material- und Auftragsmanagement, bei dem Lieferfähigkeit und Kapitalbindung kontinuierlich ausbalanciert werden. Durch die Transparenz und Systematik aller materialwirtschaftlichen Daten werden Prozesse nachhaltig verbessert.

Auf Basis dieses Werkzeugs begleiten die Experten von Perzeptron OEMs und EMS-Betriebe bei der Optimierung der abteilungsübergreifenden Abläufe in Vertrieb, Einkauf und Produktion. Perzeptron analysiert die Herausforderungen gewachsener Strukturen und etabliert kundenspezifische Systeme über die gesamte Wertschöpfungskette von Elektronikproduzenten.

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