Entwicklungsumgebung: Controller mit Java programmieren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit einem Java-programmiergbaren Controller lassen sich dank wenig Programmieraufwand Anwendungen für die Industrie entwickeln. Mikrocontroller sollen sich mit mit dem JoC ersetzen lassen.

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Mit dem Java-programmierbaren Controller sollen sich Mikrocontroller ersetzen lassen.
Mit dem Java-programmierbaren Controller sollen sich Mikrocontroller ersetzen lassen.
(Bild: demmel)

Einen Java-programmierbaren Controller (JoC) mit einer Fläche von 24 mm x 36 mm bringt demmel products auf den Markt. Das Modul lässt sich per SMT oder per 2-mm-Stiftleisten einlöten. Erfahrung hat der Hersteller bereits mit seiner Entwicklungsumgebung für Displays auf Grundlage von Java gesammelt. Der objektorientierte Ansatz von Java schützt im Gegensatz zu C oder C++ vor versteckten Fehlern. Die Anwendungsentwicklung erfolgt auf dem JoC-Referenz-Board Javaino mit Hilfe des JoC-Managers.

JoC bietet digitale und analoge I/Os, 2x RS-232 (TTL), PWM I/Os, I²C, SPI sowie ein Keyboard-Interface. Hinzu kommen A/D- und D/A-Konverter sowie eine batteriegestützte Echtzeituhr. Eine Besonderheit ist die USB-Schnittstelle des Chips: Die kompilierte Java-Applikation wird darüber direkt auf den Chip geladen und ausgeführt. Gleichzeitig kann der Entwickler die Java-Applikation über dieselbe USB-Schnittstelle direkt auf dem Chip remote debuggen und über die Konsole darauf zugreifen.

Entwicklung und Debugging

Programmiert wird die Anwendung im JoC-Manager, einer IDE im Windows-Layout. Der kostenlose JoC-Manager enthält eine komplette Java-Entwicklungsumgebung, um Jave-Code zu editieren und Source-Code-Remote zu debuggen. Übliche Features wie Breakpoints und Variablen-Inspektion sind im Debugger enthalten. Zusätzliche Hard- oder Software ist nicht nötig. Das Aufsetzen der gesamten Entwicklungs- und Debug-Umgebung erfolgt innerhalb weniger Minuten einfach per Installation des JoC-Managers.

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