Lüfterkühler Entwicklungspartnerschaft bringt viele Vorteile für den Kunden

Autor / Redakteur: Thomas Heli und Mathias Lich * / Kristin Rinortner

GEA Küba hat seinen neuen Luftkühler gemeinsam mit ebm-papst entwickelt. Herausgekommen ist ein System mit verbesserter Effizienz bei hohen Wurfweiten und einfacher Wartung.

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Luftkühler: Der neu entwickelte Strömungsgleichrichter sorgt für eine hohe Wurfweite bei minimaler Reduzierung der Luftmenge
Luftkühler: Der neu entwickelte Strömungsgleichrichter sorgt für eine hohe Wurfweite bei minimaler Reduzierung der Luftmenge
(Bild: ebm-papst)

Die Ansprüche an Luftkühler für die Lebensmittelkühlung steigen stetig. Kunden erwarten sparsame Systeme mit einer hohen Wurfweite, die sich einfach warten und reinigen lassen. Um diesen Marktanforderungen gerecht zu werden, entschied sich GEA Küba ein komplettes Redesign durchzuführen.

Statt jedoch wie in der Vergangenheit erst den gesamten Luftkühler zu entwickeln und dann einen Ventilator mit dem passenden Betriebspunkt zu suchen, ging das Unternehmen mit Sitz im süddeutschen Baierbrunn einen neuen Weg und entwickelte den Luftkühler von Anfang an gesamtheitlich mit ebm-papst: Das Ergebnis: verbesserte Effizienz bei hohen Wurfweiten und einfacher Wartung.

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Die gemeinsame Entwicklung zahlt sich gleich in mehreren Bereichen aus. Deutliche Verbesserungen erreichten die Partner beispielsweise bei der Luftverteilung in den Kühlraum. Insbesondere für große Kühlräume ist es wichtig, dass die umgewälzte Luft das gesamte Kühlgut beaufschlagt. Dieses kann nur erreicht werden, wenn die Wurfweite richtig auf die Raumlänge ausgelegt ist.

Nur so gelangt der Luftstrom bis in die äußersten Winkel des Kühlraums und garantiert kurze Abkühlzeiten, homogene Temperierung der Produkte und minimierte Temperaturschwankungen. Da die Kühlluft aus dem Ventilator drallbehaftet abströmt, platzt der Luftstrom ohne weitere Luftführung schnell auf. Das bedeutet, dass trotz großer Luftmenge und Kühlleistung die Wurfweite relativ gering ist (Bild 1, oben) und sich somit eine ungleichmäßige Luft- und Temperaturverteilung im Kühlraum ergibt.

Bisher war ein wabenförmiger Strömungsgleichrichter die Lösung. „Dieses Bauteil wird auf den Ventilator aufgesetzt und sorgt für einen gerichteten Luftstrom. Zugleich verursacht es jedoch einen Druckabfall. Das bedeutet, dass eine erhöhte elektrische Eingangsleitung erforderlich ist, um sowohl eine adäquate, hohe Luftmenge, als auch eine hohe Wurfweite zu erreichen“, erklärt Thomas Heli, Abteilungsleiter Entwicklung bei ebm-papst. „Vor zwanzig Jahren war das noch kein großes Problem. Aber unter dem Energieeffizienzgedanken benötigen wir heute neue und bessere Lösungen.“

Aus diesem Grund entwickelte ebm-papst einen neuen Strömungsgleichrichter, der die abströmende Luft vergleichmäßigt und den Druckabfall gleichzeitig so gering wie möglich hält. Eine spezielle Anordnung der Luftleitschaufeln nimmt dafür den Drall aus dem Luftstrom und leitet die Luft als gleichgerichtete Strömung in den Kühlraum (siehe Bild 1, unten).

Somit erreicht der Luftkühler annähernd eine Verdopplung der Wurfweite gegenüber einer Lösung ohne Strömungsgleichrichter. Durch ein leicht geneigtes Ventilatorblech am Luftkühler von GEA-Küba wird der Coanda-Effekt noch weiter unterstützt.

Möglich wurde diese Verbesserung dadurch, dass die Projektteams der Partnerunternehmen sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich eng zusammengearbeitet und sich gegenseitig die Bälle so zugespielt haben, sodass neue Ideen schnell und unkompliziert umgesetzt werden konnten.

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