Entwicklungs-Kits: OLED-Mikrodisplays für unterschiedliche Augmented-Reality-Einsätze

| Redakteur: Hendrik Härter

Mit dem OLED-Mikrodisplay lassen sich Anwendungen für Augmented Reality (AR) entwickeln. Das Fraunhofer FEP bietet dazu spezielle Entwicklungs-Kits.
Mit dem OLED-Mikrodisplay lassen sich Anwendungen für Augmented Reality (AR) entwickeln. Das Fraunhofer FEP bietet dazu spezielle Entwicklungs-Kits. (Bild: Fraunhofer FEP)

Mit einem OLED-Mikrodisplay lassen sich ganz unterschiedliche Anwendungen für Augmented Reality (AR) entwickeln. Als Schnittstelle dient Bluetooth. Verfügbare Entwicklungs-Kits unterstützen den Entwickler.

Die OLED-Mikrodisplays des Fraunhofer-Instituts FEP basieren auf der Silizium-Technik, die selbstleuchtend und energieeffizient sind. Entstanden sind bereits mehrere Generationen. Ein erstes Ultra-Low-Power OLED-Mikrodisplay stellte das Institut vor zwei Jahren auf der electronica in München aus. Zu dem Thema OLED-Mikrodisplay haben wir hier bereits ausführlich berichtet.

Jetzt haben die Wissenschaftler des Bereichs IC- und Systemdesign am Fraunhofer FEP die Elektronik und das Display weiterentwickelt, damit sich schnell Anwendungen damit entwickeln lassen. Weil ein einzelnes Anzeigeelement nicht ausreicht, muss das Display mit anderen Schnittstellen und Systemen kommunizieren können. Dank seiner kompakten Maße lässt sich das OLED-Display in Kleidung, Helme oder Brillen integrieren.

OLED-Display benötigt wenig Energie

Das Konzept der Ultra-Low-Power-Elektronik adressiert Anwendungen in rauen Einsatzgebieten wie im Katastrophenschutz, aber auch in der Industrie oder Telemedizin, wo lange Laufzeiten ohne Unterbrechung für Ladezeiten unabdingbar sind. Diese Eigenschaften sind erfüllt. Das Display lebt jedoch von den Informationen, die eine Datenquelle sendet und die angezeigt werden sollen.

Nicht hoch-auflösende Videodaten mit schnellen Bildwiederholraten stehen im Mittelpunkt, sondern um die Anzeige einfacher Zeichen, Daten oder Informationen, die latenzarm als Kommandos übertragen werden. Bei einem Großbrand mit einer Vielzahl an Einsatzkräften kann die Leitstelle über im Helm integrierte Displays schnell präzise und einfach zu erfassende Anweisungen an die Feuerwehrmänner vor Ort senden. Durch die Integration eines Displays im Helm ist die Anzeige auch in Räumen mit geringer Sicht durch Rauch möglich.

Bluetooth-Schnittstelle für OLED-Display

Das OLED-Display lässt sich beispielsweise über Bluetooth verbinden, womit Entwickler die Grundlage für Augmented-Reality-Anwendungen haben. Von Vorteil sind auch die geringen Datenraten, da die Technik nur wenig Energie aus der Batterie zieht. Prinzipiell ist auch die Anbindung an schmalbandige Low-Power-Datenfunk-Netze denkbar. Dazu gehören NB-IoT oder LoRaWAN.

Die verfügbaren Entwicklungs-Kits enthalten als Komplettpaket neben dem Display alles Nötige von der Optik bis zur grafischen Oberfläche für Windows oder Android. Es sind Tools, mit dem Produktentwickler aber auch App-Entwickler leichter und einfach ihre Ideen testen und mit der Technik spielen können. Diese können auch auf den Markt für Datenbrillen zielen, welchem in den kommenden Jahren bis 2020 Wachstumsraten von über 200% vorausgesagt werden.

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