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EnOcean: Vom intelligenten zum lernenden Gebäude

| Redakteur: Michael Eckstein

EnOcean zeigt auf dem „IoT Solutions World Congress“ in Barcelona batterielose Funksensorlösungen, die nach eigenen Angaben keinerlei Wartung erfordern. Damit wären sie ideal geeignet für die nächste Generation nachhaltiger Gebäudeautomatisierung.

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Wartungsfreie Sensoren können in Gebäuden langfristig Informationen liefern, die sich über Big-Data-Analysen auswerten lassen.
Wartungsfreie Sensoren können in Gebäuden langfristig Informationen liefern, die sich über Big-Data-Analysen auswerten lassen.
(Bild: clipdealer)

Die batterielosen Funkschalter, -sensoren und -aktoren von EnOcean gewinnen die Energie für ihre Stromversorgung durch „Energy harvesting“ – zum Beispiel über Nanogeneratoren, die Piezo-Effekte oder Temperaturdifferenzen ausnutzen. Für die Vernetzung seiner Lösungen nutzt EnOcean eine selbst entwickelte Funktechnik im Frequenzband unterhalb von 1 GHz, die mittlerweile als ISO/IEC 14543-3-1X standardisiert ist.

Mitglieder der EnOcean Alliance können auf Basis EnOcean-Funktechnik eigene Produkte entwickeln. Dazu zählt das Smart EnOcean-Gateway von Digital Concept. Standardisierte Sensorprofile sollen sicherstellen, dass die mittlerweile mehr als 1.500 Produkte erhältlichen Produkte im EnOcean-Ökosystem zuverlässig zusammenarbeiten. So ist es möglich, ein System aus Komponenten verschiedener Hersteller aufzubauen.

IoT in kognitiven Gebäuden

Andreas Schneider, CEO von EnOcean, sieht die standardisierte Technologie des Unternehmens als geeignete Grundlage dafür an, um Sensoren drahtlos mit Cloud-Services zu verbinden und große Mengen mit einem Gebäude zusammenhängende Informationen sammeln zu können. Auf Basis dieser Daten und anderer Informationen – zum Beispiel Wetterdaten aus dem Internet – ließen sich innovative IoT-Gebäudesysteme entwickeln und betreiben.

„Wartungsfreie Sensorlösungen, die auf batterielosen und wartungsfreien Modulen basieren, werden Big-Data-Analysen erheblich vereinfachen“, ist Schneider überzeugt.

Im Zusammenspiel mit leistungsfähigen Rechenplattformen wie IBM Watson könnten selbstlernende Gebäude entstehen, die elektrische Verbraucher, Beleuchtung und Wärmemanagement entsprechend dem Nutzerverhalten ihrer Bewohner steuern und so eine hohe Energieeffizienz erzielen. Derartige Gebäude sind nach Ansicht von EnOcean der nächste logische Schritt.

Auch die Sicherheit ließe sich verbessern: So sind Lösungen denkbar, in denen wartungsfreie Sensoren Brände und Wasserlecks schnell erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten. Durch das Überwachen sanitärer Anlagen mit Präsenzsensoren ließe sich die Reinigung und Ressourcenplanung verbessern, was Kosten reduziert und Nutzer erfreut. Und mithilfe von Fensterkontakten und Bewegungssensoren könnte die Sicherheit in Hotels und anderen Wohn- und Nutzgebäuden erhöht werden.

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