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Intelligente Energiewendeplattform Energy Lab 2.0 vernetzt Erzeuger, Speicher und Verbraucher

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht im Rahmen eines von Bund und Land mit 22 Mio. € geförderten Projekts die intelligente Energiewendeplattform Energy Lab 2.0, mit der das Zusammenspiel der Komponenten künftiger Energiesysteme erforscht werden soll.

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(Bild: Patrick Langer, KIT)

Das Energy Lab 2.0 soll die Energiewende beschleunigen, besonders die Integration erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung. Denn es erlaubt, neue Ansätze zur Stabilisierung der Energienetze realitätsnah zu erproben. Ein Anlagenverbund verknüpft elektrische, thermische und chemische Energieströme sowie neue Informations- und Kommunikationstechnologien. Partner im Projekt sind die Helmholtz-Zentren Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Forschungszentrum Jülich (FZJ).

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Energiewende als Herausforderung für Forschung und Wirtschaft

„Die Energiewende ist ein zentrales Zukunftsthema in Deutschland, eine große Herausforderung für die Forschung wie für die Wirtschaft. Schlüsselfragen für das Gelingen der Energiewende sind geeignete und zuverlässige Speichertechnologien sowie der intelligente Netzausbau und der Erhalt der Netzstabilität. Auf dem Weg zu einer Stromversorgung, die sich aus erneuerbaren Energien speist, wird das Energy Lab 2.0 des KIT wichtige Beiträge liefern. Das Energy Lab 2.0 wird uns durch die Simulationsumgebungen auch im wissenschaftlichen Umgang mit Big Data und Digitalisierung voranbringen“, kommentiert Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Energy Lab 2.0 schafft einzigartige Infrastruktur

„Mit dem Energy Lab 2.0 wird eine in Europa einzigartige Infrastruktur geschaffen, um Deutschland bei der Entwicklung von Optionen zur Gestaltung der Energiewende zu unterstützen. Das Energy Lab 2.0 macht es möglich, neue Ansätze zur Stabilisierung der Energienetze zu erproben. Unser Ziel ist es, den Forschungsstandort Deutschland weiter zu stärken und unsere Technologieführerschaft bei Zukunftstechnologien auch und gerade im Energiebereich weiter auszubauen.

Deutschlands Forschungseinrichtungen sind heute ein begehrter Partner bei Energiefragen. Die am Forschungsvorhaben Energy Lab 2.0 beteiligten Einrichtungen Karlsruher Institut für Technologie, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Forschungszentrum Jülich gehören zu den größten Energieforschungszentren in Europa und sind Aushängeschilder für den Energieforschungsstandort Deutschland“, so der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Georg Schütte.

Projekt soll Energiewende vorantreiben

„Um die Energiewende in Deutschland voranzutreiben, gehören erneuerbare Energien, Energiespeicher und Netztechnologien zu unseren klaren Prioritäten“, sagt KIT-Präsident Professor Holger Hanselka, der gleichzeitig Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft für den Forschungsbereich Energie ist. „Energie aus fluktuierenden erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind in das Netz zu integrieren und dabei die erforderliche Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist eine der großen Herausforderungen. Die Ergebnisse, die wir aus dem Energy Lab 2.0 gewinnen, werden wichtige Anhaltspunkte für die Gestaltung künftiger Energienetze in Deutschland liefern.“

„Grüner“ Wasserstoff für Mobilität und Industrie

„Der Umbau des Energiesystems erfordert es, neue Technologien zu etablieren, um den erneuerbaren Strom in andere Energieträger wie Wasserstoff umzuwandeln“, erläutert Professor Harald Bolt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich. „Dieser ‚grüne‘ Wasserstoff kann in der Mobilität und Industrie genutzt und auch wieder rückverstromt werden. Hier beteiligt sich das Forschungszentrum Jülich am Energy Lab 2.0 mit seinen Kompetenzen zu den Wasserstofftechnologien und deren Integration in das Energiesystem.“

Flexiblere Kraftwerke sind gefragt

„Das künftige Energiesystem verlangt einen wesentlich flexibleren Betrieb von Kraftwerken“, betont Professor Manfred Aigner, Direktor des DLR-Instituts für Verbrennungstechnik, eine zentrale Herausforderung der Energiewende. „Das DLR entwickelt deshalb ein Verbrennungssystem für Gasturbinen-Kraftwerke, das schnelle Lastwechsel ermöglicht und unterschiedliche Brennstoffe – von Erdgas bis Wasserstoff – effizient und umweltfreundlich nutzen kann. Gleichzeitig bringt das DLR seine Expertise im Bereich der thermischen Speicherung für die weitere Betriebsflexibilisierung in das Energy Lab ein“, so Aigner weiter.

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