Energiewende: Neue Geschäftsmodelle durch

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Das Backend-System

Auch im Backendsystem besteht der Software-Stack aus Java und OSGi (Prosyst mPRM) - ebenso wie auf dem EnergyBASE Gerät selbst. Neben zahlreichen Funktionen zum Managen der Endgeräte, ihrer Software (inklusive Remote Software Update) und ihrer Konfiguration werden weitere Services bereitgestellt, die als Java/OSGi-Module - sprich Bundles – auf Server-Seite implementiert sind, wie z.B.

  • Stündliche Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes
  • Versenden von Mails und Push-Nachrichten
  • Funktionen zur Aktivierung/Registierung der EnergyBASE
  • Sicherer Fernzugriff auf die EnergyBASE über das Internet
  • Support/Hotline-Funktionen

Aufgrund der Verwendung desselben Software-Stacks (Java und OSGi) sowohl im embedded Device als auch auf dem Backend Server lassen sich sehr einfach verteilte Dienste implementieren – beispielsweise das Aufbereiten der Wetterdaten auf dem Server, die dann vom jeweiligen Endgerät für die lokale PV-Prognose abgeholt werden. (Bild 4 in der Bildergalerie)

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Auch können die Java/OSGi-Software-Module sehr einfach zwischen der embedded und der Server-Welt verschoben werden – ein Szenario könnte sein, rechenintensive Prognose-Algorithmen vom Endgerät auf den Server zu verlagern. (Bild 5 in der Bildergalerie)

Der Blick hinter die Kulissen – Einige Details aus der Entwicklung

Das EnergyBASE-System wird parallel von mehreren Teams entwickelt – u.a. Backend, Web, mobile Apps. Um die Komplexität des IoT-Systems, gepaart mit der verteilten Entwicklung, zu managen und gleichzeitig eine hohe Qualität zu gewährleisten, wurden u.a. die folgenden Maßnahmen ergriffen:

  • JIRA/Confluence als gemeinsame Tasktracking- und Dokumentationstool
  • Test-Driven-Development mit verschiedenen Testing-Layers: JUnit für Testen in Isolation, FitNesse Smartrics für Modultesting [7], Xebium für Web-UI-Testing [8]
  • Ausführbare „Live“-Dokumentation der EnergyBASE REST-API
  • Instrumentierbare Simulationen für alle unterstützen Geräte-Adapter
  • Aufbau eines umfangreichen Continuous Integration Systems mit automatisierten Tests in Simulation und auf realen Endgeräten

Fazit

Die EnergyBASE ist nicht nur ein „kleines“ Hutschienen-Steuergerät im Haushalt. Es ist Teil eines ausgefeilten IoT-Systems, das die Chance bietet, zukunftsweisend an der Energiewende teilzunehmen. Die Wahl von Java und OSGi als gemeinsamer Stack sowohl auf dem Edge Device als auch im Backend hat sich bewährt und verspricht auch in Zukunft noch viele interessante Optionen für neuartige Services im Spektrum des individuellen Energiemanagements.

Referenzen

  • [1] EnBW Energie Baden-Württemberg AG - www.enbw.com
  • [2] EnergyBASE - www.enbw.com/energybase
  • [3] Oracle Java SE 8 Embedded - www.oracle.com/technetwork/java/embedded
  • [4] Prosyst mBS Smart Home - www.prosyst.com/what-we-do/smart-home-smart-energy/products
  • [5] OSGi - www.osgi.com
  • [6] FitNesse - fitnesse.org
  • [7] FitNesse Smartrics - github.com/smartrics/RestFixture
  • [8] Xebium - xebia.github.io/Xebium

* Christine Mitterbauer, Mitglied der Geschäftsführung der MicroDoc GmbH in München, leitet seit Jahren OSGi-basierte Kundenprojekte im embedded Bereich. Sie engagiert sich insbesondere in den Themen Qualitätssicherung, Test-Driven-Development und Testautomatisierung.

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