Suchen

Verbindungstechnik Energie unter rauen Bedingungen sicher verteilen

| Autor / Redakteur: Markus Lewandowski * / Kristin Rinortner

In rauer Umgebung muss Energie auch bei schwierigen Bedingungen sicher verteilt werden. Hier setzt das Installationssystem QPD als robuste Lösung zur Energieverteilung an.

Firmen zum Thema

Schnelles Installationssystem – die Zeitersparnis vor Ort beträgt bis zu 80 Prozent
Schnelles Installationssystem – die Zeitersparnis vor Ort beträgt bis zu 80 Prozent
(Bild: Phoenix Contact)

In immer mehr Anwendungsfeldern nimmt die Bedeutung einer industriegerechten Energiezuführung zu. Häufig sind die Einsatzorte stark dezentralisiert oder schwer zugänglich. Außerdem unterliegen sie oft hohen Sicherheitsanforderungen.

Damit wird die Energieversorgung besonders bei Infrastruktur-Projekten – etwa bei Beleuchtungslösungen für Brücken und Tunnel – immer mehr zur Herausforderung. Die einzelnen elektrotechnischen Komponenten sollen dabei nicht nur auf lange Sicht eine zuverlässige Verbindung herstellen, sie sollen auch vor Ort flexibel montierbar sein. Denn das spart viel Zeit und letztendlich auch Kosten.

Bildergalerie

Der weltweite Trend hin zur Dezentralisierung mit modularen Strukturen macht die Installationsgeschwindigkeit eines Verteilungssystems zum wesentlichen Faktor – und eröffnet ein hohes Einsparpotential.

Da im Feld unterschiedliche Verbraucher erreicht werden sollen, muss ein Installationssystem bequem erweiterbar sein. Und weil die Leitungslänge häufig erst vor Ort genau bestimmt werden kann, ist die Möglichkeit der Vorkonfektionierung auf einzelne Geräte beschränkt. Aus dem industriellen Umfeld kommen zudem Forderungen an die Schutzart hinzu.

Elektrische Leistung muss auch sicher an solchen Orten zur Verfügung gestellt werden, an denen dauerhaft starke Verunreinigungen und Feuchtigkeitseinflüsse vorherrschen. Komplexe Maschinen und Anlagen dürfen dabei in ihrer Funktion auch nicht durch die Energiezuführung selbst eingeschränkt werden.

Ergänzendes zum Thema
IDC-Schneidklemmtechnik

„IDC“ steht für Insulation Displacement Connection (isolationsverdrängende Kontaktierung) – eine löt-, schraub- und abisolierfreie Anschlusstechnik, die seit Anfang der 1970er Jahre im Einsatz ist. Dabei werden die Adern einer Leitung mitsamt Isolierung einzeln in einen sogenannten Schneidkontakt gepresst. Scharfe Kontakte durchtrennen die Aderisolierung und stellen eine gasdichte, elektrische Verbindung her. Die Schneidkontur sorgt dafür, dass die Einzellitzen der Leiter nicht beschädigt werden. Trotzdem wirkt genügend Kontaktkraft, um den Leiter mechanisch ausreichend fest zu klemmen. Gemäß der Norm muss die Beschaltung der Kontaktstelle mindestens 10-mal möglich sein.

Sonderlösungen und Spezialwerkzeug

Vielfach sind Verbindungsdosen mit hohem Verdrahtungsaufwand und weitreichenden Verzweigungen nahezu die einzige Lösung, um Leistung im Feld zur Verfügung zu stellen. Die dabei gängigen Anschlusstechniken wie Schraub-, Crimp- und Federanschluss sind zwar weit verbreitet, können aber meist nur unter Verwendung von Spezialwerkzeug sowie durch autorisiertes Fachpersonal installiert werden. Diese Umstände erschweren die Montage zusätzlich – eine Installation an schwer zugänglichen Stellen wird dadurch nicht nur fehleranfällig, sondern häufig auch zu einem wahren Kraftakt.

Bei Anwendungen in strapazierten Bereichen führt dann oft kein Weg an aufwendigen Sonderlösungen vorbei. Spezielle Gehäuse, Materialkombinationen und Kabelverschraubungen sind dann häufig der einzige Ansatz, um mit Verteilerdosen annähernd Industriestandards zu erreichen. Hinzu kommt eine aufwendige Vorplanung, um – beispielsweise beim Aufbau von Windkraftanlagen vor Ort – eine reibungslose Installation und einen sicheren Betrieb zu ermöglichen.

(ID:44453202)