Forschungsprojekt PROPEDES

Kfz-Nachtsichtsystem soll Fußgänger schützen

17.11.2009 | Redakteur: Johann Wiesböck

„Durch die Verwendung von FPGAs können bis zum Schluss Änderungswünsche seitens der Projektpartner einfließen“, Gerd Hüwel, PRO DESIGN
„Durch die Verwendung von FPGAs können bis zum Schluss Änderungswünsche seitens der Projektpartner einfließen“, Gerd Hüwel, PRO DESIGN

EMS-Dienstleister PRO DESIGN beteiligt sich am Förderprojekt PROPEDES, das vom BMBF mit ca. 5 Millionen Euro über die nächsten drei Jahre im Förderschwerpunkt ‚Innovationsallianz Automobilelektronik’ gefördert wird. Das Projekt soll helfen, die Zahl der getöteten Fußgänger zu reduzieren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt die Fördermittel für PROPEDES (Predictive Pedestrian Protection at Night, FKZ 13N9750 – 13N9754) im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung zur Verfügung mit dem Ziel, durch die Förderung dieses Forschungsprojektes einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Verkehrsunfälle mit Fußgängern zu leisten.

Im Straßenverkehr verunglückten im Jahr 2007 über 34000 Fußgänger, davon knapp 700 tödlich. Insbesondere im städtischen Bereich ist fast jeder zweite Unfalltote bei Dunkelheit ein Fußgänger. Vor allem nachts und unter schlechten Sichtverhältnissen können Fahrerassistenzsysteme im Auto helfen, die Sicherheit von Fußgängern und Fahrzeuginsassen zu erhöhen.

Kfz-Nachtsichtsystem basiert auf bildgebenden Umfeldsensoren

Das Projekt hat zum Ziel, ein „Vorausschauendes Kfz-Nachtsichtsystem für Fußgängerschutz, basierend auf einem Verbund von bildgebenden Umfeldsensoren“ zu realisieren. Dabei werden Infrarot- und Radar-Daten unterschiedlicher kamerabasierter Umfeldsensoren kombiniert und gemeinsam ausgewertet. Diese Datenfusion sorgt für eine Personenerkennung mit hoher Erfolgsquote, auch bei Nacht.

Im Projekt werden Konzepte für einen leistungsstarken Fahrzeugrechner für Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme mit hardwareunterstützten Bildverarbeitungs-Algorithmen erarbeitet. Die Projektergebnisse werden zum Abschluss des Projekts im Juli 2011 in einem Versuchsfahrzeug demonstriert.

Die Ergebnisse sollen in die Produktentwicklungen der beteiligten Partner einfließen, wobei „durch die Verwendung der FPGA-Technologie in Kombination mit einem Multiprozessorkonzept bis zum Schluss noch Änderungswünsche seitens der Projektpartner einfließen können – also völlige Flexibilität gegeben ist, ohne dass zusätzliche ASIC-Kosten entstehen,“ so Gerd Hüwel, Business Development Manager bei PRO DESIGN.

Daimler, Bosch, Steinbeis Innovationszentrum und PRO DESIGN

An den Forschungsarbeiten für PROPEDES sind die Daimler AG, die Robert Bosch GmbH (Projektkoordinator) das Steinbeis Innovationszentrum Embedded Design und Networking und PRO DESIGN beteiligt.

Das EMS-Dienstleistungsunternehmen besitzt jahrzehntelanger Erfahrung in der Elektronikindustrie und bietet alle Dienstleistungen vom Design bis zur geprüften Serienbaugruppe oder dem Komplettsystem. Ein Schwerpunkt liegt im Entwicklungsbereich. Rund 75 Mitarbeiter beschäftigen sich mit Hardware-Fertigung sowie Entwicklungs- und Forschungsprojekten.

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