Starterkit erleichtert den Einstieg

Embedded-Linux-Systeme schnell und einfach konfigurieren

| Autor / Redakteur: Christoph Tenbergen * / Holger Heller

Linux verbreitet sich im Embedded-Bereich – speziell für ARM-basierende Systeme ist Linux eine naheliegende Wahl. Erfahrene Embedded-Entwickler betreten häufig Neuland mit dem quelloffenen Betriebssystems.

Das von Servern und Desktops stammende Linux-Konzept des quelloffenen Betriebssystems ist für Embedded-Entwickler eine neue Erfahrung. Für Linux-Experten hingegen sind die Einschränkungen einer Embedded-Anwendung möglicherweise problematisch. Um „Embedded“ besser mit „Linux“ zusammenzubringen, hat Glyn ein neues Starterkit entwickelt, das den Einstieg erleichtert.

In der Vergangenheit wurde auf Embedded-Systemen häufig gar kein Betriebssystem eingesetzt, sondern eine proprietäre Software in C oder Assembler geschrieben. Computer-on-Modules (COMs) sind heute zu erschwinglichen Preisen erhältlich; noch vor kurzem hätten sie mit ihrer Leistungsfähigkeit zur Oberklasse der PC-Systeme gehört. Dadurch wird natürlich die Systementwicklung schwieriger, und sobald das Embedded-System eine gewisse Komplexität überschreitet, ist gerade für kleine Firmen der Einsatz einer eigenen In-House-Entwicklung als Basis nicht mehr praktikabel.

Ab einer gewissen Komplexität bietet ein Betriebssystem als Basis für ein neu zu entwickelndes Produkt gegenüber einer In-House-Entwicklung den Vorteil, dass benötigte Funktionen bereits als Module vorhanden sind. Denn für die Entwicklung dieser Funktionen fehlt häufig das benötigte Fachwissen. Der offensichtliche und oft gepriesene Vorteil von Linux als Basis für ein Embedded-System sind die Primärkosten: Sowohl der Kernel als auch alle benötigten Dienste sind kostenlos unter Open-Source-Lizenzen verfügbar.

Warum Linux als Betriebssystem?

Das ist Software im Wert mehrerer Millionen Euro. Die frei verfügbaren Quellen machen es möglich, die Software an eigene individuelle Bedürfnisse anzupassen. Weiterhin macht der uneingeschränkte Zugriff auf die Quellen das Produkt unabhängig von einem einzelnen Anbieter. Sollte dieser eine Produktreihe einstellen oder gar komplett vom Markt verschwinden, dann ist oft auch das Produkt oder gar die ganze Firma dem Untergang geweiht.

Software alleine macht noch kein fertiges Produkt. Verfügbarer Support war lange ein Schwachpunkt von Linux als Embedded-Plattform. Genau diese Lücke soll das Glyn-GUI-Kit schließen: Es ist ein Schritt, die Komplexität eines so mächtigen Betriebssystems wie Linux mit einem Paket aus abgestimmter Hard- und Entwicklungssoftware zusammenzubringen, dieses durch entsprechende Schulungsreihen abzurunden und über die Mittel moderner Internetkommunikation optimal zu unterstützen.

Das 5,7"-EDT-TFT-Display mit PolyTouch erlaubt es, bis zu fünf Finger gleichzeitig zuverlässig auszuwerten. Ein passender Softwaretreiber ist ebenfalls enthalten. PolyTouch ist eine projektiv-kapazitive (PCT) Touch-Verfahrenstechnik des taiwanischen Herstellers EDT. Das PolyTouch-Familienkonzept ist in Diagonalen von 3,5 bis 7" erhältlich. Mit dem auf dem Baseboard vorhandenen Steckverbinder lassen sich sämtliche TFTs aus Glyns Family-Konzept direkt anschließen.

Softwaretools als Schlüssel in die Linux-Welt

Um unterschiedlichen Leistungsanforderungen gerecht zu werden, gibt es wahlweise eine Version des Starterkits mit dem TX28-Modul, das den i.MX28 von Freescale und eine ARM9-basierte Plattform mit 454 MHz enthält, oder eine mit dem TX53-Modul mit Freescales i.MX53 und ARMs Cortex A8 mit 1,2 GHz. Die Basisplatine des Starterkits ist für beide Varianten geeignet.

Um den Kunden einen einfachen Einstieg in die Embedded-Linux-Welt zu geben, ist Glyn eine strategische Partnerschaft mit kernel concepts eingegangen, die seit über 11 Jahren erfolgreicher Entwicklungs- und Support-Dienstleister für Embedded Linux sind. Das Starterkit beinhaltet das Toolkonzept „µCross“. Was ist µCross und wie erleichtert es einem den Einstieg? Hierzu ist es wichtig zunächst den Standardweg zu beschreiben.

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