Multicore-Prozessoren Embedded Hypervisor von Mentor Graphics verbessert Automotive-Systeme

Redakteur: Holger Heller

Mit einem Embedded Hypervisor bietet Mentor Graphics eine Software-Lösung für Infotainment-Systeme im Fahrzeug, Telematik-Anwendungen, Fahrerassistenzsysteme und Instrumentierung an.

Firmen zum Thema

Scott Morrison, Mentor Graphics: Embedded Hypervisor für Automotive-Anwendungen nutzt ARM TrustZone und unterstützt Linux, Autosar, Echtzeit etc.
Scott Morrison, Mentor Graphics: Embedded Hypervisor für Automotive-Anwendungen nutzt ARM TrustZone und unterstützt Linux, Autosar, Echtzeit etc.
(Bild: VBM-Archiv)

Der kleine Typ-1-Hypervisor wurde für Embedded-Anwendungen und intelligente vernetzte Geräte entwickelt, die auf Multicore-Prozessoren basieren und die ARM TrustZone nutzen. Die Entwicklung neuer Systeme lässt sich damit beschleunigen, da die Wiederverwendung urheberrechtlich geschützter Software bei gleichzeitiger Integration von Linux möglich ist, um so die Vorteile eines Open-Source-Systems nutzen zu können.

„Mit dem Hypervisor haben Automobil-OEMs und Tier-1-Zulieferer nun die Möglichkeit, Systeme zu entwickeln, die Linux, Autosar, Echtzeit- und Bare-Metal-Anwendungen und Subsysteme kombinieren“, erklärte Scot Morrison, General Manager Embedded Runtime Solutions der Mentor Embedded Software Division. Der Hypervisor unterstützt laut Morrision das Yocto-Project-kompatible Embedded Linux, die GENIVI-kompatible Embedded Automotive Technology Platform als auch Android, Volcano AUTOSAR Software und das Echtzeitbetriebssystem Nucleus von Mentor.

Bildergalerie

Der Embedded Hypervisor unterstützt ARM TrustZone für Anwendungen, die Hardware-basierte Partitionierung von Ressourcen wie Speicher, Verschlüsselungsblöcke und Tastatur/Bildschirme erfordern, und generiert eine eigene sichere Betriebsumgebung. Der Hypervisor verfügt über ein flexibles Gerätemodell, das bei performancekritischen Anwendungen virtualisierten und direkten Zugriff auf die Geräte erlaubt und verschiedene Mechanismen für die Kommunikation zwischen den Gästen bietet.

Für Single- oder Multicore-Prozessoren

Das Framework des Embedded Hypervisors ist flexibel, so dass er auf Single- oder Multicore-Prozessorarchitekturen ablaufen kann und asymmetrisches Multi-Processing (AMP), symmetrisches Multi-Processing (SMP) oder eine Kombination aus beiden unterstützt. Die Verbindung des Embedded Hypervisor mit neuen SoCs der Chiphersteller biete laut Morrison eine integrierte Lösung zur schnelleren Entwicklung auf diesen Hardware-Plattformen.

Laut Morrison helfen Embedded-Systeme mit Mentors Embedded Hypervisor den Entwicklern:

  • die Test- und Debug-Zeiten durch Konsolidierung mehrerer Funktionen auf einer einzelnen Multicore-Rechnerplattform zu verringern;
  • die Vorteile von symmetrischem und asymmetrischem Multi-Processing oder Kombinationen von beiden (AMP/SMP) zu nutzen;
  • sichere, hochleistungsfähige Embedded-Systeme mit dem höchsten Privileg-Level in einem System aufzubauen;
  • die sichere Systemarchitektur der ARM TrustZone zu verwenden und normalen und sicheren Betrieb zu gewährleisten, z.B. sicheres Booten und sicheren PIN-Zugang in einer einzelnen Embedded-Anwendung;
  • Geräte und Speicher zu partitionieren, um unbefugten Zugriff auf sensible Ressourcen zu verhindern.

Die eingebauten Sicherheitsfunktionen garantieren laut Morrison Zuverlässigkeit und Datenintegrität: „Durch Laufzeitlösungen, Tools und Dienste können Unternehmen sich differenzieren und in ihren jeweiligen Märkten einen Vorsprung verschaffen.“

Mentors Embedded-Hypervisor wird ab Dezember 2013 verfügbar sein.

(ID:42374282)