Energy Harvesting

Elektrosmog versorgt Sensornetzwerke mit Strom

| Redakteur: Peter Koller

Georgia-Tech-Professor Manos Tentzeris mit einem Sensor (l.) sowie einer Ultra-Breitband-Antenne aus dem Tintenstrahldrucker (Georgia Tech / Gary Meek)
Georgia-Tech-Professor Manos Tentzeris mit einem Sensor (l.) sowie einer Ultra-Breitband-Antenne aus dem Tintenstrahldrucker (Georgia Tech / Gary Meek)

Die von TV- und Radiosendern, Radarstationen sowie Mobilfunknetzen erzeugte elektromagnetische Strahlung – umgangssprachlich oft als Elektrosmog bezeichnet – wollen Forscher der Georgia Tech nutzen, um mobile Geräte künftig mit Strom zu versorgen.

"Um uns herum ist ständig eine große Menge an elektromagnetischer Energie, aber bisher ist es niemandem gelungen, sie sinnvoll zu nutzen", so Professor Manos Tentzeris von der Georgia Tech School of Electrical and Computer Engineering. Das wollen er und seine Kollegen ändern: "Wir verwenden ultra-breitbandige Antennen, um aus einer Vielzahl verschiedener Signale Energie zu ziehen."

Der Clou dabei: Die Forscher drucken ihre Antennen, die Sensoren und weitere notwendige Bauelemente mit Hilfe von gelösten Nanopartikeln per Inkjet-Printer auf Papier oder ein flexibles Polymer. Auf diese Weise entstehen billige Sensoren, die sich selbst mit Strom versorgen.

Die Technologie der Georgia Tech ist derzeit in der Lage, Frequenzbänder von UKW-Radio (100 MHz) bis zu Radar (15GHz) für die Energiegewinnung anzuzapfen. Die große Bandbreite macht die Sensoren-Stromversorgung zuverlässig: Fällt ein Band vorübergehend weg, kann ein anderes einspringen.

Die experimentellen Systeme der Forscher erzeugen bereits Energie im Bereich mehrerer Hundert Microwatt und die Wissenschaftler sind zuversichtlich, ein Milliwatt oder mehr zu erzielen. In Kombination mit Super-Kondensatoren könnten künftig Systeme versorgt werden, die 50 Milliwatt oder mehr benötigen.

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