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Natalia Project Elektronisches Armband soll Menschenrechtsaktivisten schützen

Redakteur: Peter Koller

Mit einem elektronischen Armband, das seine Position via GPS ermitteln und Statusupdates über soziale Netzwerke schicken kann, will die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders die Arbeit von Aktivisten sicherer machen.

Elektronische "Lebensversicherung": Das GPS/GMS-Armband des Natalia Project
Elektronische "Lebensversicherung": Das GPS/GMS-Armband des Natalia Project
(Natalia Project)

Dazu hat Civil Rights Defenders das Natalia Project gestartet. Es ist benannt nach der Menschenrechtsaktivistin Natalia Estemirova, die 2009 in Tschetschenien verschleppt und ermordet wurde. In einer Gefahrensituation kann der Träger des Armbands ein Notsignal aktivieren, das gemeinsam mit der GPS-Position über Mobilfunknetze an die Zentrale von Civil Rights Defenders übermittelt wird. Das gleiche Signal wird automatisch versendet, falls versucht wird, das Armband gewaltsam zu öffnen.

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Von der Zentrale von Civil Rights Defenders aus kann die Position dann via SMS oder E-Mail an Aktivisten in der Nähe für unmittelbare Unterstützung übermittelt werden oder der Übergriff per soziale Netzwerke publik gemacht werden, um Druck auf die Verantwortlichen aufzubauen. Laut der Organisation kann in entsprechenden Situation die Möglichkeit, schnell auf Übergriffe zu reagieren den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

Robert Hårdh, Executive Director of Civil Rights Defenders: "Schon die Tatsache, dass ein Übergriff sofort und potentiell auf der ganzen Welt bekannt wird, schafft eine Art virtuellen Schutz. Wenn Regime in der Regel eins vermeiden wollen, dann ist es internationale Aufmerksamkeit und Kritik."

Bis Jahresende sollen 55 Aktivisten mit den Armbändern ausgestattet werden, sofern die Finanzierung dafür ausreicht. Für das Projekt spenden kann man auf der Website von Natalia Project.

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