Elektronische Spürnase unterscheidet unter Millionen von Gerüchen

| Redakteur: Hendrik Härter

Die elektronische Spürnase misst Gerüche objektiv in der Umgebung. Entweder mobil oder stationär lassen sich die Messdaten erfassen.
Die elektronische Spürnase misst Gerüche objektiv in der Umgebung. Entweder mobil oder stationär lassen sich die Messdaten erfassen. (Bild: Mark Frost / IFU GmbH Privates Institut für Analytik)

Der Smellmaster ist ein sehr präzises Spektrometer, mit dem Gerüche objektiv in der Umgebung gemessen werden können. Es ist in der Lage, unter Millionen von Messdaten einzelne Gerüche zu unterscheiden.

Ein elektronisches Riechorgan hat einen gewaltigen Vorteil: Es misst im Schweinestall, der Geflügelzucht oder in der Chemiefabrik zuverlässig, wo der Mensch im besten Fall nur die Nase rümpfen würde. Die Spürnase mit dem Namen Smellmaster ist ein Produkt der IFU Privates Institut für Analytik, um kontinuierlich Gerüche über einen längeren Zeitraum zu überwachen.

Alle zehn Sekunden kann Smellmaster tief Luft holen und hat inzwischen gelernt, unter Millionen von Messdaten einzelne Gerüche zu unterscheiden. Selbstständig und bis zu einem halben Jahr lang verrichtet das Gerät, dessen elektronisches Herz in einem gerade zwei Schuhkartons großen Gehäuse schlägt, seinen Dienst. Ein Mensch hingegen bräuchte bereits nach rund 10 Minuten eine Schnüffelpause. Der Messbetrieb kann entweder manuell oder vollautomatisch erfolgen. Die gewonnenen Messdaten werden zur Auswertung in Echtzeit übertragen. Und wenn das Messgerät seine Daten aufzeichnet, dann kann der Anwender per Fernwartung auf die Daten zugreifen.

Arbeitet mobil und stationär

„Smellmaster arbeitet empfindlich, breitbandig und dauerhaft, mobil ebenso wie stationär“, bringt es IFU-Geschäftsführer Axel Delan auf den Punkt. Einsatzgebiete seien insbesondere das Umwelt-Monitoring, die Echtzeit-Überwachung von Geruchsausbreitungen, die Prozesskontrolle in Unternehmen und die Qualitätssicherung.

Zu den Kunden gehören Landesämter, Umwelt- und Überwachungsbehörden, aber auch Betriebe mit geruchsintensiver Produktion. „Auf der Basis eines Ionen-Mobilitätsspektrometers haben wir in etwa sechs Jahren dieses europaweit einzigartige Gerät entwickelt“, umreißt Delan knapp die Entstehungsgeschichte. Dabei entstanden bei IFU auch fünf neue Arbeitsplätze. „Die Beantragung der ZIM-Fördermittel war problemlos, ohne diese Finanzspritze stünde der Smellmaster heute noch lediglich auf dem Papier.“

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