Internet der Dinge ELEKTRONIKPRAXIS hebt IoT-Kongress aus der Taufe

Redakteur: Franz Graser

Am 7. Oktober ist an der TU München in Garching der erste Internet-of-Things-Kongress (IoT) der ELEKTRONIKPRAXIS über die Bühne gegangen. Rund 70 Teilnehmer konnten sich in 12 Vorträgen über die Facetten des Internets der Dinge informieren. Die Vorträge wurden von einer Tabletop-Ausstellung begleitet.

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Eine angenehm lockere Atmosphäre prägte den IoT-Kongress, der an der Fakultät für Maschinenbauwesen der TU München stattfand. Hier ein Blick ins Plenum.
Eine angenehm lockere Atmosphäre prägte den IoT-Kongress, der an der Fakultät für Maschinenbauwesen der TU München stattfand. Hier ein Blick ins Plenum.
(Foto: Johann Wiesböck/EP)

Im Mittelpunkt standen Themen wie die industrielle Bedeutung des IoT (die sogenannte Industrie 4.0), Herausforderungen des IoT für Entwickler und Anwender sowie mögliche Lösungsansätze, die Problematik der Datensicherheit und die sichere Anwendungsentwicklung für das IoT sowie jede Menge marktreifer oder seriennaher Einsatzbeispiele.

IoT-Kongress der ELEKTRONIKPRAXIS feiert erfolgreiche Premiere
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Professor Birgit Vogel-Heuser, Ordinaria des Lehrstuhls für Automatisierung und Informationssysteme, referierte in ihrer eröffnenden Keynote über Cyber-physikalische Systeme, die die reale Welt mit der Datenwelt verknüpfen, und ihre Bedeutung für die Industrie 4.0.

Daran anschließend übertrug Dr. Arnold Herp, Geschäftsführer des Erlanger Unternehmens HEITEC Innovations, diese Überlegungen in die konkrete Realität mittelständischer Unternehmen.

Dr. Barbara Staehle, Gruppenleiterin Wireless Automation Networks (Industrial Communication) am Fraunhofer-Institut für eingebettete Systeme und Kommunikation, zeigte die drängendsten Herausforderungen bei der Entwicklung von IoT-Systemen auf und präsentierte die hierfür geeigneten Lösungen.

Engagiert stellte Christian Gresser, Geschäftsführer der NESEC – Gesellschaft für angewandte Netzwerksicherheit – seine Gedanken zur Sicherheit im IoT vor und stellte dabei auch die provokante Frage: Wird uns das Internet in ein paar Jahren im die Ohren fliegen? Um dies zu vermeiden, müssten die richtigen Schritte bei Verschlüsselung und Authentifizierung der Kommunikation im Netz getan werden.

André Schmitz, Field Application Engineer bei Green Hills Software, informierte direkt im Anschluss in seinem Vortrag über Entwicklungsstrategien und -techniken für sichere IoT-Applikationen.

Michele del Mondo, der Business Development Manager des Hauptsponsors PTC, erläuterte die Anwendungsplattform ThingWorx, die es ermöglicht, innerhalb kurzer Zeit Applikationen zu entwickeln, die Daten aus dem Internet der Dinge auswerten und die darin enthaltenen Informationen für das tägliche Business zu nutzen.

René Elfrink vom imec (Interuniversity Microelectronics Centre) aus Eindhoven, konfrontierte die Zuhörer mit intelligenten Sensoren, die durch Energy Harvesting ihre eigene Energie produzieren.

Thomas Dörfler und Christian Mauderer von der Puchheimer Ideenschmiede embedded brains, stellten ein Netzwerk aus Funksensoren vor, dessen Funkknoten ebenfalls ihre eigene Energie gewinnen. Dem Thema Fernwartung, eine oft zitierte mögliche Killerapplikation des IoT, widmete sich der Vortrag von Julianna Katona vom Beratungshaus Kölsch & Altmann.

Den Abschluss des Vortragsreigens bildete Jonas Olsson von Texas Instruments. Der IoT-Experte aus Schweden zeigte einsatzreife Beleuchtungslösungen auf der Basis von IoT-Techniken auf. Insbesondere das Kommunikationsprotokoll 6LoWPAN bilde hierfür eine vielversprechende Grundlage.

Vor Ort begrüßte Johann Wiesböck, Publisher und Chefredakteur der ELEKTRONIKPRAXIS, die Teilnehmer und führte sie in das Thema ein. Franz Graser, Redakteur der ELEKTRONIKPRAXIS moderierte das Programm.

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