Deutschland nach der Wahl - wohin soll die Reise gehen?

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Sebastian Gerstl, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Auf vielen wichtigen Zukunftsfeldern registrieren Unternehmen mehr Stillstand als Aufbruch“
Sebastian Gerstl, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Auf vielen wichtigen Zukunftsfeldern registrieren Unternehmen mehr Stillstand als Aufbruch“ (Bild: VBM)

Deutschland hat gewählt. Die Politik ist beschäftigt, eine neue Regierung zu bilden. Keine einfache Aufgabe, denn die Ergebnisse haben die Koalitionsbildung schwerer als je zuvor gemacht. Aber ganz egal, wie Sie sich persönlich an der Urne entschieden haben: Die Wähler haben klar gemacht, dass es Veränderungen geben muss!

Das sehen auch die deutschen Wirtschafts- und Industrievertreter so. Obwohl die letzten Jahre der deutschen Elektroniklandschaft gut getan haben: Trotz Unwägbarkeiten von außen, trotz veränderter Bedingungen in Zeiten von Trump und Brexit, stehen die Zeichen weiter auf Gewinn.

Die deutsche Elektronik- und Elektroindustrie zählt mit 851.000 Inlandsbeschäftigten und weiteren 700.000 Auslandbeschäftigten als zweitgrößte Industriebranche Deutschlands. Verbände wie der ZVEI oder der VDMA Robotik + Automation sehen einen deutlichen Wachstumskurs voraus.

Dennoch sind sich Industrievertreter einig, dass der Kurs der vergangenen Jahre nicht unverändert gehalten werden kann. Vor allem viele mittelständischen Betriebe machen sich Sorgen über die Zukunft. „Auf vielen wichtigen Zukunftsfeldern registrieren die Unternehmen mehr Stillstand als Aufbruch“, meint etwa DIHK-Präsident Eric Schweitzer.

Ob nun hinsichtlich Breitbandausbau, Digitalisierung oder Energiewende – es gibt viele Baustellen, an denen deutlich mehr getan werden muss. Verbände, Firmenvertreter und Forschungseinrichtungen sind gemeinsam der Ansicht, dass auch mehr in die Forschung investiert werden muss, damit der Bildungs- und Industriestandort Deutschland, sich weiterhin behaupten kann. Von gesellschaftlichen Zuwendungen einmal ganz zu schweigen.

All diesen und noch mehr Herausforderungen wird sich die Regierung stellen müssen. Wir sehen also spannenden, wechselhaften Zeiten entgegen. Die Tugenden der hiesigen Ingenieure sollte das aber nicht beeinflussen. Krempeln wir also die Ärmel hoch, und packen wir’s an!

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