Elektronikgehäuse: Anforderungen an Gehäuse für IoT-Geräte

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Die Kabel gelangen dann ohne aufwändige Kabelschleifen oder -knicke direkt in den darüber- oder darunterliegenden Kabelkanal. Der Gehäusedeckel kann auch weiterhin für eine kopfseitige Parametrier- oder Konfigurationsschnittstelle mit einem USB-Ausschnitt oder ähnlichem ausgeführt werden (Bild 3).

Achtpoliger Tragschienenbus für mehr Leiterplattenkontakte

Auch das Tragschienenbuskonzept wurde erweitert. Durch das Rastermaß der Kontaktabstände von 2,54 mm kann das neue Tragschienenbus-Element T-Bus 8 jetzt acht Leiterplattenkontakte aufnehmen: entweder acht parallele Kontakte oder eine Kombination aus parallelen und maximal zwei seriellen.

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Da es sich beim T-Bus technologisch um das gleiche Prinzip- und Steckgesicht wie beim Frontanschlussgehäuse ME-IO handelt, können beide Systeme kombiniert werden. Zudem haben Tests ergeben, dass der Achterbus für Kommunikationsfrequenzen von bis zu 100 MHz eingesetzt werden kann.

Individualisiert wird das Gehäuse durch die Farbgebung – zahlreiche Standardfarben stehen zur Auswahl. Gehäuse, Deckel, Anschlusstechnik und Blenden können - in geschlossener Ausführung oder mit Funktionsausschnitten – auch in verschiedenen Farben zusammengestellt werden. Individuelle Bedruckungen an unterschiedlichen Positionen sind ebenso möglich wie die Bearbeitung für Bohrungen, Ausschnitte und Durchbrüche.

Online-Konfiguration des Gehäuses im Zeitalter Industrie 4.0

Über einen Online-Selektor und -Konfigurator kann das Elektronikgehäuse in wenigen Schritten im Internet nach individuellen Kundenanforderungen zusammengestellt werden. Die nutzerfreundliche Auswahl und Konfiguration aller Einzelkomponenten mit Drag-and-Drop ist auch auf mobilen Endgeräten möglich.

Über ein Auswahlmenü wird zunächst die Gehäusegröße mit Farbvarianten und zugehörigem Gehäusedeckel in geschlossener Ausführung oder mit transparentem Klappdeckel ausgesucht.

Dann wird die Anschlusstechnik gewählt: Steckergrundleiste mit kodierbaren Steckverbindern mit Push-in- oder Schraubanschluss, T-Bus-8-System mit parallelen und seriellen Kontakten sowie FE-Kontakt.

Zum Schluss kommen die Kommunikationsanschlüsse, die auf einer oder zwei Leiterplatten je Gehäusebasisbreite positioniert werden.

Bei jeder Auswahl wird das Gehäuse detailliert auf dem Bildschirm dargestellt. Am Ende steht das Leiterplatten-Layout als 3-D-Datei in einem wählbaren Dateiformat zum Download zur Verfügung.

Die Konfiguration des Elektronikgehäuses kann auch in Zwischenschritten gespeichert und später aufgerufen und fortgesetzt werden. Abschließend können die Einzelkomponenten in eine Stückliste exportiert und zur Bestellung in den Warenkorb übertragen werden.

* Joachim Gräfer arbeitet im Produkt-Marketing Electronics Enclosures, Device Connector Solution bei Phoenix Contact in Blomberg.

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