Expansion

GOVECS übernimmt das Werk des Scooterherstellers Vectrix

| Redakteur: Margit Kuther

Fertigung: Govecs übernimmt die Produktionsstraße des Maxiscooter-Herstellers Vectrix
Fertigung: Govecs übernimmt die Produktionsstraße des Maxiscooter-Herstellers Vectrix (Bild: Lukasz Bera / www.lukaszbera.com)

Die Insolvenz von Vectrix hatte die Fertigung von Daimlers smart e-scooter gestoppt. Nun haucht der Elektro-Zweiradhersteller GOVECS der Produktionsanlage neues Leben ein.

Auf der Produktionsstraße des US-amerikanischen Maxiscooter-Herstellers Vectrix im polnischen Breslau sollte eigentlich der von Daimler angekündigte „smart e-scooter“ vom Band laufen.

Die Insolvenz von Vectrix führte dieses Vorhaben allerdings zu einem abrupten Ende und der smart e-scooter kam nie über den Status eines Prototypen hinaus. Nun haucht die GOVECS – europäischer Hersteller von Elektrozweirädern – der hochmodernen Produktionsanlage neues Leben ein:

Das Münchner Unternehmen hat im Rahmen eines Asset-Deals den kompletten Maschinenpark von Vectrix erworben und wird diesen sukzessive in die eigene 4.000 Quadratmeter große Produktionsstätte in Breslau integrieren.

Ein für GOVECS strategischer und gleichermaßen notwendiger Schritt: Durch die Übernahme vervierfacht sich das mögliche Produktionsvolumen von GOVECS auf über 20.000 Fahrzeuge pro Jahr.

„GOVECS erfreut sich einem immensen Wachstum. Wird ein spezialisierter OEM-Partner für die Entwicklung und Produktion herausragender und innovativer Elektrofahrzeuge gesucht, sind wir die erste Wahl. Parallel dazu floriert unser Geschäft im Bereich Sharing und Renting. Aktuell liefern wir im Rahmen eines Großauftrags Elektroroller an den weltweit größten Freefloating-Anbieter Scoot Networks aus den USA“, erklärt GOVECS-Geschäftsführer Thomas Grübel.

Er fährt fort: „Diese Entwicklung ist überaus erfreulich, stellt aber auch hohe Anforderungen an die Fertigung und das Qualitätsmanagement. Durch die Integration des Maschinenparks von Vectrix in unsere Produktion erreichen wir das Maximum fertigungstechnischer Möglichkeiten. Ein wichtiger Schritt für unsere internationale Expansionsstrategie“.

Ist die Integration des Maschinenparks abgeschlossen, vervierfacht sich die Produktionskapazität auf über 20.000 Fahrzeuge pro Jahr. Eine wichtige Voraussetzung, um die stetig steigende Zahl von OEM-Projekten parallel zur Nachfrage nach den eigenen Serien-Fahrzeugen für die Bereiche Delivery, Sharing und Consumer abzuwickeln.

„Wir befinden uns erst am Anfang einer rasant steigenden Nachfrage nach innovativen Elektromobilitätskonzepten“, zeigt sich Thomas Grübel überzeugt.

„Durch den strategischen Zukauf von Vectrix und den daraus entstehenden Produktionsmöglichkeiten sind wir für diese Entwicklung bestens aufgestellt und können künftig noch schneller auf die Bedürfnisse des Marktes nach hochwertigen und zuverlässigen Fahrzeugen `Made in Europe` reagieren“.

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